Die Geister tanzen durch die Wüste... Sie rufen nach dir. Wirst du dem Geflüster des Nebels folgen?
 

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 Hawk Farm

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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Nov 30, 2012 8:41 am

Zeitsprung

Uhrzeit:

Mittags // ca. 12 Uhr

Wetter:

Inzwischen herrscht wieder das typisch trockene und heiße Klima und nicht ein Wölkchen schwebt noch am Himmel. Die Sonne steht am Zenit und hat die Luft unter sich unerbittlich erhitzt, inzwischen sind es weit über 30°C.


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Tessa

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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Di Dez 04, 2012 7:04 am

Ich hatte Clyde eigentlich noch etwas wegen seinem Pferd fragen wollen, aber er hatte doch recht damit gehabt, mich wieder ins Haus zu bringen. Denn ich war fast auf der Stelle wieder eingeschlafen. Und das für ziemlich lange, wie mir jetzt ein Blick auf die Uhr verriet. Aber dafür fühlte ich mich jetzt auch eindeutig besser. Ok, immer noch ziemlich schlecht, aber besser als zuvor. Ich schwang die Beine über den Rand des Sofas und stand auf. Meine Nase war immer noch zu, genauso wie mein Hals, aber egal. ich konnte nicht den lieben langen Tag im Haus verbringen. Schnell schlüpfte ich in meine Schuhe, steckte noch ein Päckchen Taschentücher ein und tappte dann nach draußen. In den Stall. aus dem Augenwinkel sah ich Chiara, sie schien ihre Arbeit gut zu machen und in der Box neben ihr Joe. Eddie war auch da. Und außer Jacky war noch ein anderes Pferd im Stall. Verwirrt runzelte ich die Stirn und ging auf die Pferde zu, denn eigentlich sollten ja alle auf der Koppel sein, außer Jacky. Bei ihr war auch unverkennbar Clyde. Ich ging an den beiden vorbei und musterte das andere Pferd. Ein bildhübscher Dunkelbrauner, aber offensichtlich total verängstig. Aber ich war mir sicher, ihn noch nie gesehen zu haben. Verwirrt wandte ich mich an Clyde.

"Äh Clyde, erklär mich für blöd, aber wo kommt dieses Pferd her?"

[wacht auf | fühlt sich ein wenig besser | geht in den Stall | sieht Spiftire | ist verwirrt | fragt Cyde]


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Clyde

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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Dez 07, 2012 5:23 am

Immer noch war ich in Jackys Box. Ich hatte sie und Spitfire dabei beobachtete, wie sie sich einander annäherten. Ich war froh, dass dies relativ ruhig abgelaufen war und sie sich nicht gegenseitig gebissen hatten. Schließlich hatte ich meiner Stute auch einen Gefallen tun wollen, als ich Spit gekauft hatte. Und es wäre ziemlich blöd, wenn die beiden versuchten sich umzubringen. Jetzt musste ich es nur noch schaffen, dass Spitfire sich an mich gewöhnte, denn ich konnte ihn ja nicht nur hier herum stehen lassen.

Aus dem Augenwinkel sah ich wie Tessa den Stall betrat. Ein klein wenig verwundert war ich, da sie sich ja eigentlich erholen sollte, aber ich konnte ihr ja schlecht vorwerfen was sie zu tun hatte. Sie war ja schließlich alt genug.

Als sie auf mich zukam und ich ihren verwirrten Blick sah, fiel mir ein, dass ich ihr nichts davon gesagt hatte, dass ich mir ein Pferd gekauft hatte. Etwas zerknirschte sah ich sie an, als sie mich fragte, wo das Pferd herkam. Ich wusste dass es nicht gerade eine gute Idee gewesen war, Spitfire hinter ihrem Rücken zu kaufen, aber ich konnte jetzt daran nichts mehr ändern. Deswegen meinte ich:

“…mhm… äh… das ist meins.“

Es war mir anzumerken, dass mir diese Situation ziemlich unangenehm war. Aber ich war ja eigentlich selber schuld.

(in Jacarandas Box / beobachtet Spitfire und Jacaranda / sieht Tessa / redet / hat schlechtes Gewissen)


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Joe

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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Dez 07, 2012 7:24 am

Wir waren inzwischen fast fertig, deshalb beschloss ich, dass man Chiara jetzt mal alleine lassen konnte. Ich entleerte die Schubkarre und räumte sie und die Mistgabel weg. Dann ging ich nochmal zu Chiara hinüber.

"Hey, jetzt hast dus eigentlich fast geschafft, die Box noch und die Nächste. Dann gehst du am Besten zu Tessa. Wäre aber auch noch nett, wenn du dich bei mir abmeldest."

ich rang mir ein Lächeln ab, immerhin musste ich noch länger mit ihr klar kommen und da war es eben besser, wenn man sich verstand. dann wandte ich mich ab und ging zu Zoheirs Box. Irgendwie fühlte ich mich verantwortlich für den Falben und so verstört wie er war, war es sicher nicht schlecht, wenn er eine feste Bezugsperson hatte. Vorher holte ich mir noch ein paar Karotten und steckte sie ein. Dann nahm ich das Halfter von der Boxentür und sprach den Hengst erst an, dann ging ich vorsichtig, aber bestimmt zu ihm hinein, halfterte ihn auf und führte ihn vor die Box, wo ich ihn anband. Dabei ließ ich ihn etwas länger, so dass er sich umsehen konnte und auch sehen konnte, was ich machte. Ich berührte ihn so wenig wie möglich, weil ihn das anscheinend eher in Panik versetzte, als ihn zu beruhigen. Vor ihm legte ich eine Karotte ab, dann begann ich ihn vorsichtig zu bürsten, immer ein Auge auf das Pferd, damit ich schnell reagieren konnte, falls es in Panik geriet.

räumt Schubkarre weg ;; sagt Chiara bescheid ;; geht zu Zoheir ;; holt ihn aus der Box ;; beginnt ihn zu striegeln


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Zoheir

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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Dez 07, 2012 7:43 am

Ich stand in einer hinteren Ecke meiner neuen, durchaus geräumigen Box. Das Drumherum interessierte mich wenig, bis auf den Braunen der wohl auch neu in den Stall gekommen war gab es ja auch nichts wirklich interessantes zu sehen. Die Zweibeiner liesen mich in ruhe, wo für ich ihnen recht dankbar war, und gingen ihrer Arbeit nach. Und das war nicht gerade die angenehmste wie ich mir dachte. Zwei, um genau zu sein die zwei die mich wegen ihrer seltsamen Haarfarbe doch noch etwas neugierig gemacht hatten, misteten die Boxen aus.
Auch keine Angelegenheit der man viel Aufmerksamkeit schenkte... Wie es Zane wohl ging? Oder Numa? Sie war gestern noch, wo wir doch erst gestern angekommen sind in einer größere Box gebracht worden, anfangs war sie ja noch neben meiner gestanden.
Im Nachhinein ärgerte es mich dass ich ihr so wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe als wir hier ankamen. Sicher es war für mich unangenehm gewesen aber sie kannte ja nur die großen sandigen Weiden des Schaichs von dem wir kamen.

Ich schnaubte einmal tief aus und hörte eine mir nicht sehr bekannte Stimme. Aber ich kannte sie. Langsam mit aufmerksam gespitzten Ohren hob ich meinen Kopf und blickte den rothaarigen Menschen an. Ich wusste mittlerweile dass er mir nichts böses tun würde... naja eigentlich wusste ich das von so ziemlich jedem Menschen in meiner nähe.
Und trotzdem wurde mir flau im Magen als er in meine Box kam. Fast augenblicklich stellten sich meine Ohren unsicher zurück. Ich hob meinen Kopf kurz etwas höher um der Hand und dem Halfter zu entgehen, schließlich lies ich es mir aber brav anlegen. Es kostete mich aber immer noch Überwindung.
Langsam folgte ich dem Mann aus der Box und stand auch still als er mich anband. Ich war dankbar das er mir Luft lies. Aufmerksam beobachtete ich jeden seiner Handgriffe, wobei ich jedes mal etwas zusammenzuckte wenn er mich berührte. Es ärgerte mich...
Also lenkte sich mich etwas ab, da war ja immer noch die Karotte die er mir hingelegt hatte. Etwas das ich bisher nur sehr selten genießen konnte beim Schaich. Kurzer Hand verdrängte ich meine Scheu und senkte den Kopf um sie zu verspeisen. Die Panik die sich dabei in mir ausbreitete weil ich den Menschen nichtmehr richtig sehen konnte lies mich etwas stärker zucken, aber das machte nichts... hoffte ich zumindest.

[ in der Box | denkt an Zane und Numa | bemerkt Joe | unsicher | überwindet sich die Karotte zu fressen ]
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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Dez 07, 2012 8:01 am

Ich merkte wie er zusammenzuckte, ließ ihm kurz Zeit, um sich zu beruhigen, machte dann aber mit meiner Arbeit weiter. Auf das Hufe auskratzen verzichtete ich erstmal, dann auf einen Pferdehuf in meinem Gesicht konnte ich, ganz ehrlich gerne verzichten. Wo doch noch der Bluterguss an meine Seite deutlich zu sehen war. Und zu spüren... Verdammt. Ich band den Hengst ab und führte ihn in Richtung Reithalle. Vorbei an Clyde und Tessa, die ich aber im Moment eher weniger beachtete, weil ich zwei Augen auf Zo hatte. Im Moment währen mir hundert aber lieber gewesen. je mehr, desto besser. In der Halle strich ich ihm kurz, beinahe beiläufig, über den Hals und klickte dann den Führstrick aus. Falls er sich mal austoben wollte.

Außerdem musste ich eh noch die Trabstangen hinlegen. Weil nur dumpf im Kreis zu laufen würde jedem Pferd irgendwann mal langweilig werden. Aber vielleicht würde ich mit ihm heute auch noch das Satteln üben, beziehungsweise das ich ihm eine Decke auf den Rücken legen konnte. Je nachdem, wie weit er war und wie schlimm es um seine Psyche stand.

Als ich die Stangen richtig hingelegt hatte, fing ich Zoheir wieder ein, langsam, nicht zu schnell und hektisch. Dann schickte ich ihn auf den Zirkel raus und ließ ihn erstmal Schritte gehen, damit er sich an die Stangen gewöhnte. Dann schließlich im Trab. Wie gestern verwendete ich dabei keine Peitsche, denn wahrscheinlich würde er dann sowieso losgehen.

putzt Zoheir fertig ;; bringt ihn in die Reithalle ;; nimmt ihn an die Longe


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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Dez 07, 2012 8:29 am

Ich schluckte die letzten Reste der Karotte und begann dann wieder den rothaarigen Zweibeiner zu beobachten. Er ging sehr behutsam mit mir um was ich ihm hoch anrechnete. Schließlich war er mit dem Putzen fertig und band mich los. Innerlich, tief innerlich war ich neugierig auf das was er mit mir machen wollte.
Ich war neugierig auf den Mann, auch wenn mich seine Gegenwart immer noch verunsicherte. Mit immer noch zögerlichen Schritten, aber einem Ohr nach vorn gerichtet folgte ich ihm wieder in die Reithalle. Ich lies den Zweibeiner kurz aus den Augen um sie mir noch einmal anzusehen. So etwas wie Reithallen gab es ja nicht wo ich herkomme. Ich fand sie beengend, vermisste den blauen Himmel und die Sonne die mir auf den Rücken brannte. Aber man konnte ja nicht alles haben. Dann merkte ich wie der Zweibeiner über meinen Hals stich. Wieder zuckte ich kurz, aber ich entwich seiner Berührung nicht, was mich selbst etwas überraschte. Dann machte er den Stick von meinem Halfter ab.
Ich verstand erst nicht ganz, aber als er dann wegging durfte ich mich wohl frei bewegen. Trotzdem blieb ich noch einen Moment stehen um zu sehen ob der Mann wirklich wegging oder nicht.
Er ging nicht ganz weg sondern holte irgendwelche Stangen. Aber beachtet wurde ich nicht, nicht wirklich.
Langsam senkte ich meinen Kopf, immer noch in Erwartung dass gleich irgendetwas unangenehmes kommen würde, und sog den Geruch des Bodens auf. Der Geruch von Pferden war all gegenwertig, also konnte ich mich wohl etwas anderem zuwenden.
Langsam ging ich los, ich merkte wie sehr mir die Bewegung fehlte. Ein weiteres mal schielte ich zu dem Rothaarigen, dann trabte ich an. Ich fühlte mich durch den Abstand sicherer, und ich brauchte dringend Bewegung wo ich doch früher jeden Tag mindestens eine Galoppstunde in der Wüste hatte. Schließlich galoppierte ich an und genoss wieder einmal das Gefühl den Wind in meiner Mähne zu spüren. Ich erlaubte mir schneller zu werden und setzte einige Bocksprünge zwischen meine Galoppspürnge. Der Mensch war vergessen, oder zumindest fast.
Nach einigen Runden fühlte ich mich gleich viel besser, auch der Mann kam wieder auf mich zu. Kurz wollte ich sehen ob ich irgendwo hin entkommen konnte, konnte ich nicht wirklich. Es gab nur die Möglichkeit ihm auszuweichen und vor ihm weg zu laufen. Das wollte ich jedoch nicht. Also blieb ich stehen.
Wie gestern musste ich wieder an der Longe laufen, ich war etwas entspannter. Einerseits weil ich das nun doch schon etwas kannte, andererseits weil ich endlich wieder richtig Bewegung hatte.
Doch da waren noch diese seltsamen Stangen. Ich beäugte sie argwöhnisch, solche Stangen hatte ich noch nie gesehen.
Schließlich trabte ich wie von mir verlangt an, wobei ich nun sichtlich lockerer war als gestern. Zwar war das kein Vergleich zu meinem früheren Trab, als ich noch auf die Veranstaltungen mitgenommen wurde, aber es wurde besser.

[ beäugt Halle | unsicher wegen Joes Vorhaben | galoppiert einige Runden | wird sicherer ]
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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Dez 07, 2012 9:13 am

Ich ließ den Hengst noch ein paar mal über die Stangen gehen, bis er sichtlich entspannter wurde und fast schon wirkte wie ein 'normales' Pferd. Jetzt zeigten sich auch wieder seine wundervollen Gänge, wie auch beim Freilaufen gerade eben. Der Kleine hatte auf jeden Fall Potenzial, wieder ein wunderbares Pferd zu werden. was mit ihm wohl passiert war? Aber ich zwang mich schnell zurück in die Realität, denn auch wenn im Moment Ruhe herrschte... das konnte sich von einem Moment auf den anderen ändern. Nun, da er sich ein wenig entspannt hatte, hielt ich ihn an, wagte es aber noch nicht, ihn zu mir kommen zu lassen. Deswegen ging ich zu ihm, gab ihm ein Stück Karotte und wechselte die Longe wieder gegen den Strick. Dann ging ich wieder zur Bande und holte eine einfache Satteldecke. eine Weile ließ ich Zo sie beschnuppern und untersuchen, dann trat ich an seine Schulter und ließ sie kurz über seinen Körper gleichten. Dann nahm ich den druck sofort wieder weg, trat einen Schritt zurück und wartete, wie er reagierte.

denkt nach ;; holt Decke ;; berührt Zoheir damit


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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Dez 07, 2012 9:43 am

Ich merkte schnell dass an den seltsamen Stangen nichts schlimmes dran war weshalb ich nach kurzer Zeit ohne darüber nach zu denken über sie hinweg trabte. Nach kurzer Zeit wurde ich allerdings schon wieder angehalten. Ich blieb stehen und beobachtete wieder den rothaarigen Zweibeiner wie er auf mich zu kam.
Das mir so bekannte flaue Gefühl setzte wieder ein aber es war nicht sehr groß weshalb ich es bei Seite schieben konnte. Vielleicht auch weil ich wieder den Duft der Karotten in den Nüstern hatte. Schon wurde mir eine unter das Maul gehalten. Ich zögerte erst noch ein wenig, doch die Versuchung war zu groß als das ich ihr hätte wiederstehen können. Vorsichtig nahm ich sie also an mich und lies es mir schmecken. Dabei beobachtete ich die Bewegungen weiter genau zuckte aber nicht zurück als die Longe gegen den Strick gewechselt wurde.
Ebenso ruhig, für meine Verhältnisse ruhig, folgte ich dem Zweibeiner zur Wand und beobachtete dieses mal etwas das mir fast schon Bauchschmerzen bereitete.
Er hatte eine Satteldecke in der Hand und hielt sie mir hin. Vorsichtig, um einiges vorsichtiger als vorhin nahm ich ihren Geruch auf. Doch selbst dieser starke Pferdegeruch konnte mich nun nicht beruhigen. Als er sie weg nahm und an meine Seite ging hob ich meinen Kopf angespannt hoch. Die Berührung der Decke auf meinem Rücken, die Erinnerungen an zahlloses durchgehen liesen mir einen Schauer über den Rücken jagen.
Als sie endlich wieder weg war entspannte ich mich nur langsam. Ich war immer noch in der Erwartung gleich einen Sattel, und dann das Gewicht eines Reiters auf meinem Rücken zu spüren. Und an die sehr scharfe Trense die ich immer trug, und die mir immer in das Maul schnitt wenn ich durchging.
Ich schnaubte angespannt.

[ wird deutlich ruhiger | nimmt Karotte | wieder angespannt wegen Satteldecke ]
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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Dez 07, 2012 10:11 am

Als er stehen blieb, fischte ich ein weiteres Stück Karotte aus meiner Tasche und gab es ihm kurz wartete ich, bis er wieder fertig war, dann strich ich ihm erneut mit der Decke über den Körper, nahm sie wieder weg. Man sah ihm den Stress deutlich an, er war beinahe schon greifbar in der Luft. Aber trotzdem machte ich weiter. denn sonst würde er es wahrscheinlich nie lernen, das er nicht zu befürchten hatte. Und das es auch nicht hieß, das sofort aller druck von ihm abfiel, wenn er ein paar Mätzchen machte. Schließlich legte ich die Decke auf den Boden und gab ihm wieder ein Möhrenstück. Die Decke legte ich wieder auf die Umrandung, dann führte ich Zoheir wieder aus der Halle in die Stallgasse. Vor seiner Box band ich ihn an und striegelte ihn. Ich war recht schnell fertig, brachte ihn dann aber nicht wieder in seine Box, denn jetzt sollte er sich erst einmal auf der Koppel austoben dürfen. Als es nach draußen ging packte ich das Halfter fester und ging auf gerader Linie zu einer kleinen Koppel, von der aus er schon mal mit den anderen Pferden Kontakt aufnehmen konnte. Ich öffnete das Gatter, schloss es hinter uns wieder und halfterte ihn ab. Zum Abschied noch ein Möhrenstückchen. Dann verließ ich die Koppel, legte mir das Halfter über die Schulter und blieb noch am Zaun stehen.

übt mit Zoheir weiter ;; bringt ihn raus ;; putzt ihn ;; bringt ihn auf die Koppel


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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Sa Dez 08, 2012 7:52 am

Ich schnaubte und blickte die Decke unruhig an. Allerdings nicht sonderlich lang da mir wieder eine dieser schmackhaften Karotten unter die Nüstern gehalten wurde. Ich zögerte. Ich zögerte immer, doch dieses mal zögerte ich bewusst. Sie sollten wohl dafür sorgen dass ich die Decke gern trug, wahrscheinlich würde ich immer eine bekommen wenn ich die Decke akzeptierte. Meine Ohren zuckten und schließlich nahm ich das leckere Gemüse zwischen meine Zähne und find an die genüsslich zu zerkauen.
Ich erwartete gleich wieder die Decke übergeworfen zu bekommen, dementsprechend unruhig waren meine Ohren nach hinten gerichtet und auch mein Schweif schlug deutlich angespannt. Und schon konnte ich sie wieder spüren. Ich sog die Luft ein und riss meinen Kopf hoch blieb aber wie vorhin auch wieder ruhig stehen. Die Decke kam wieder runter und ich bekam meine Belohnung.
Das ganze ging noch ein paar mal so weiter, ruhiger wurde ich nicht, bis ich sah wie der rothaarige Zweibeiner diese Decke endlich weglegte. Fast schon erleichtert aber nicht vollends überzeugt schnaubte ich aus und folgte dem Mann dann tatsächlich aus der Halle.
Ich wurde wieder vor meiner Box angebunden und gestriegelt, was mich zugegeben nicht mehr ganz so aus der Ruhe brachte wie gestern, oder vor der Halle. Ich fing an den Zweibeiner irgendwie zu mögen...
Als er fertig war mit dem Striegeln richtete ich meinen Blick in meine Box, ich erwartete wieder hinein zu kommen. Zu meinem Erstaunen ging es aber nicht in die Box. Der Rothaarige führte mich nach draußen, ich blähte meine Nüstern und meine Ohren fingen jedes noch so kleine Geräusch in dieser mir so unbekannten Umgebung auf. Zeit zum umsehen hatte ich aber nicht, denn es ging schnurstracks zu einer Koppel.
Sie war nicht besonders groß doch das war mir egal, ich würde mich wieder frei Bewegen können. In der Koppel blieb ich stehen und lies das abhalftern anstandslos über mich ergehen da ich es nicht so gern hatte mit Halfter auf der Koppel zu sein. Gerade wollte ich mich abwenden als mir wieder eine Karotte zugesteckt wurde, dieses mal ohne Zögern nahm ich sie auf und trabte schließlich zum Zaun.
Ich suchte nach Numa, ihre Gesellschaft hatte mir bis jetzt immer gut getan. Allerdings fand ich sie nicht, ich versuchte sie durch ein lautes Wiehern zu rufen, mit der Hoffnung auf eine Antwort. Dann wandte ich mich vom Zaun ab. Ich senkte meinen Kopf und nahm die Gerüche des fruchtbaren Boden auf. Schließlich fand ich eine gute sandige Stelle auf der ich mich ordentlich wälzen konnte. Mit einem genüsslichem Brummen lies ich mich sanft zu Boden fallen und rollte mich schwungvoll von einer Seite zur anderen.
Nachdem ich fand es würde reichen richtete ich mich wieder auf und schüttelte den überschüssigen Sand aus meinem Fell. Gleich darauf musterte ich mein neues Heim, bisher hatte ich ja nur den Stall gesehen, und ich musste sagen es war schön hier. Nicht ganz so voller Luxus aber dennoch gefiel mir der Hof sehr gut. Nun bemerkte ich auch den Rothaarigen. War er die ganze Zeit am Zaun gestanden. Er hatte das Halfter noch bei sich also musste es wohl so sein.
Ich überlegte ob ich zu ihm gehen sollte, vielleicht würde ich noch eine Karotte bekommen, doch ich entschied mich dagegen und fing stattdessen an einige Runden zu galoppieren. Immer wieder machte ich ausgelassene Bockspürnge, die Bewegung hatte mir wohl mehr gefehlt als ich dachte.
Nachdem auch mein Bewegungsdrang ausgelebt war begann ich zu grasen.

[ unruhig wegen Satteldecke | lässt sich brav striegeln | freut sich auf Koppel zu kommen | wiehert nach Numa | wälzt sich | bemerkt Joe | galoppiert trotzdem ausgelassen einige Runden | grast ]
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BeitragThema: Re: Hawk Farm   So Dez 09, 2012 8:38 am

Verdattert schaute ich ihn an.

"Wie deins? Also versteh ich das richtig, dass du dir ein Pferd kaufst, und mir kein sterbenswörtchen davon erzählst? Aber dann auch noch auf die geniale Idee kommst, es einfach so, mir nichts dir nichts bei mir unterzustellen? Und klar, dass man das erst erzählt wenn das Vieh schon kommt und da steht. Nein, eigentlich noch nicht mal das. Weil ich habs ja erst mitbekommen, als ich den Gaul selbst gefunden hab."

Ich hätte glaube ich noch ewig weiterreden können, aber das hätte ja so wie so nichts mehr gebracht, immerhin stand das Pferd nun schon hier. Trotzdem war ich in diesem Moment einfach nur stinkwütend auf Clyde. Kurz richtete ich meinen Blick nach oben und fuhr mir mit den Fingern durch die Haare, um wenigstens ein wenig Fassung wieder zu erlangen. Was mir aber nicht wirklich gelang, deshalb meinte ich nur zu ihm, das wir später weiterreden könnten, machte auf dem Absatz kehrt und verließ den Stall. Hinaus in die stickig heiße Mittagsluft, die mich auch nicht wirklich beruhigen konnte. Was aber auch kein Wunder war. Ich seufzte kurz und setzte mich dann an einen Zaunpfosten.

Eigentlich stritt ich nicht gerne, schon gar nicht mit Clyde, aber im Moment schien es mir, als würde er es darauf anlegen, mich zur Weißglut zu treiben. Oder sein Hirn war im Standby-Betrieb. Es war einfach zu schwer zu glauben, dass er seine Fehler erst im Nachhinein bemerkte, auch wenn es das immer den Anschein machte.

[regt sich auf | geht weg | setzt sich hin | denkt]


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BeitragThema: Re: Hawk Farm   So Jan 06, 2013 8:04 am

Mein rechtes Hinterbein hatte ich angewinkelt, während ich dösend in der Box stand. Um mich schien sich niemand sonderlich kümmern zu wollen, und um ehrlich zu sein fand ich das ganz ok. Als werdende Mutter wollte ich ein bisschen Ruhe haben, Stress und Aufregung taten dem kleinen Fohlen schließlich auch nicht gut. Deshalb, das fanden die Menschen ganz offensichtlich auch, war es besser für mich, wenn man mich erst einmal in Ruhe ließ.
Auch, wenn ich heute eigentlich fast den ganzen Tag nur an der Wand gelehnt da stand und die Augen geschlossen hatte - obwohl, hin und wieder hab ich meinen Hals gestreckt, um am Heunetz zu knabbern. Mehr hab ich mich aber auch nicht bewegt, das kleine Ding in meinem Bauch machte ab und zu ganz schön Randale. Ich wusste, bald müsste es so weit sein. Schließlich war der kleine Kerl lange genug in meinem Bauch von mir rumgetragen worden, langsam wurde es Zeit, dass das Fohlen selbst auf seinen eigenen vier Haxen lief.
Gerade in dem Moment, in dem ich den Gedanken zu Ende gedacht hatte, randalierte mein Fohlen wieder. Ich riss den Kopf hoch und kniff die Augen zusammen, taumelte ein paar Schritte zur Seite.
Da der Schmerz nicht nachließ, ging ich davon aus, dass es endlich so weit war. Ich knickte die Vorderbeine ein und ließ mich zur Seite fallen, den Kopf flach auf den Boden gedrückt.
Von draußen nahm ich noch ein Wiehern war, dass sich nach Zoheir anhörte, bevor die nächste Schmerzwelle kam. Instinktiv begann ich zu pressen und wieherte kurz auf. Dann ließ der Schmerz kurz nach, was mir Zeit zum Durchatmen gab, bevor er wieder kam und ich wieder presste. Plötzlich spürte ich, wie das Fohlen ins Stroh hinter mir rutschte. Der Schmerz war vorüber. Ich atmete tief durch und drehte mich zu meinem Fohlen. Ein hübsches braunes Hengstfohlen war es.
Sanft stubste ich ihn an und leckte ihn sauber.

"Hallo mein kleiner Prinz."

[döst // Wehen // ABDENOUR]


Zuletzt von Numa am So Jan 06, 2013 8:33 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Hawk Farm   So Jan 06, 2013 8:23 am

Ich hörte den vertrauten beruhigenden Herzschlag meiner Mutter, doch er klang anders als sonst, nicht so vertraut ruhig, und schon spürte ich wie eine Regung durch ihren Warmen Leib ging und ich in eine enge, sehr enge Umgebung gedrückt wurde. Wehren konnte ich mich nicht dagegen obwohl mir das ganze überhaupt nicht passte.
Dann aber war die Enge mit einem mal verschwunden. Ich hatte gerade zu erschreckend viel Platz. Instinktiv versuchte ich mich sofort aufzurichten. Dabei zerriss ich irgend was um mich herum. Luft drang zu meinen kleinen Nüstern und ich blähte diese wärend ich meine ersten Atemzüge nahm. Die Vielzahl an Gerüchen war überwältigend! Alles war hier anders, Unwohlsein drohte mich zu übermannen aber da war plötzlich diese sanfte Stimme... ich öffnete zaghaft meine Augen und blickte mich um. Neben mir konnte ich etwas graues, unscharf erkennen, ich blinzelte mehrmals. Meine Sicht wurde besser, erkannte vor mir meine Mutter. Nie zuvor hatte ich sie gesehen doch wusste ich das sie es war.
Wackelig streckte ich meinen Hals und versuchte zu dem Kopf meiner Mutter zu kommen. Es ging sich nicht wirklich aus, weshalb ich meinem Instinkt folgte und versuchte auf zu stehen. Das hieß, ich musste erst einmal meine Beine ordnen! Ruckelnd brachte ich sie unter meinem Körper und versuchte schließlich mich auf zu richten. Es war schwerer als gedacht! Sofort kippte ich zur Seite weg. Aufgeben war aber nicht drin! Wieder versuchte ich es, und immer wieder bis ich endlich wackelnd auf meinen vier wirklich sehr sehr langen Beinen stand.

[ wird geboren | hört Numa | versucht auf zu stehen ]
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BeitragThema: Re: Hawk Farm   So Jan 06, 2013 8:32 am

Nachdenklich hatte ich eine ganze Weile an der Koppel gesessen und hatte dem kleinen Orlenok zugeschaut, wie er seine Mutter und die andere Stute verrückt machte. Der Kleine war ein richtiger Prachtkerl und auch eine richtige Schönheit mit seinem Palominofarbenem Fell. Aber auch ein wirklich freches Fohlen. Nicht zum ersten Mal war er vor ein paar Tagen ausgebüxt. Nun hatten wir seine Koppel doppelt gesichert, mit zwei Riegeln. Seit dem herrschte Ruhe. Aber das täuschte nicht darüber hinweg, dass er unbedingt einen Spielkameraden brauchte. Seufzend stand ich auf und ging, ohne groß darüber nachzudenken, in den Stall. Wo ich natürlich bald auf Clyde traf, der sich noch immer bei seiner Stute aufhielt. Zögernd blieb ich stehen, ging dann aber weiter. In Richtung der Berberstute.

Eigentlich erwartete ich die Geburt erst heute Nacht, aber einmal kurz vorbei schauen konnte ihr nicht schaden. Verdutzt blieb ich stehen. Neben der hübschen Schimmeln lag ein noch nasses, dunkles Bündel. Ohne zu zögern wandte ich mich ab und rannte zurück in die Sattelkammer. Fahrig wählte ich die Nummer des Tierarzte. Zwei Besuche an zwei Tagen. Toll. Zum Glück war er gerade in der Nähe und war bald da. Zusammen gingen wir zurück zur Box, das Fohlen inzwischen stand. Er untersuchte es und die Mutte. Als er wieder aus der Box trat, nickte er zufrieden. „Es ist ein kleiner Hengst, stark und kerngesund. Auch die Mutter scheint die Geburt gut wegzustecken. Falls dennoch Komplikationen auftreten, bin ich immer erreichbar.“

Nachdem er gegangen war, stand ich an der Box und betrachtete das kleine Wunder, das sich gerade a seine Mutter drückte und die Milchbar suchte. Ich freute mich über jedes Fohlen, als wäre es das erstemal, dass ich gezüchtet hatte. Vorerst ließ ich die beiden noch in Ruhe, damit sich kennen lernen konnte, doch nachher würde ich mich auch mal zu ihnen wagen, denn auch das Fohlen musste sich von Anfang an an die Menschen gewöhnen.

[beobachtet orlenok | denkt | geht in den Stall | sieht Clyde | zögert | sieht, das Numa gefohlt hat | holt den Tierarzt | siet Numa und Abdenur zu]


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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Fr Jan 18, 2013 5:21 am

Zufrieden betrachtete ich die Box die ich gerade gesäubert hatte. Nachdem Joe mir gesagt hatte ich müsste nur noch die nächste machen, hatte ich mich beeilt fertig zu werden. Und mit der Zeit war ich auch wirklich schneller geworden eine Box auszumisten. Ich lächelte. Naja, Spaß sah anders aus, aber immerhin war ich fertig. Schnell leerte ich die Schubkarre und räumte dann alles auf. Dann ließ ich meinen Blick durch den Stall schweifen. Ich musste Tessa ja sagen, dass ich fertig war. Ich hatte Glück, denn sie stand bei einer der Boxen. Als ich bei ihr war, warf ich einen kurzen Blick in die Box. Ein hübsches Pferd stand darin, musste ich zugeben. Aber faszinierter war ich von dem kleinen Fohlen, das ebenfalls in der Box stand. Ich war total entzückt von dem kleinen Wesen mit den langen Beinen. Ich hatte noch nie in meinem ganzen Leben ein so kleines Pferd gesehen und ich musste gestehen, dass ich es wirklich süß fand. So wie es da bei seiner Mutter stand.
Trotzdem löste ich meinen Blick von ihm und wandte mich an Tessa.

„Äh Tessa… Ich wäre dann fertig mit den Boxen. Soll ich morgen wieder um die gleiche Zeit komme?“

Natürlich hoffte ich, dass sie sagen würde, dass ich nicht mehr kommen musste, aber die Chance war wahrscheinlich mehr als gering.


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Tessa

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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Sa Jan 19, 2013 2:05 pm

Gedankenverloren starrte ich auf das Fohlen, oder wohl eher durch es hindurch. Erst merkte ich gar nicht, dass Chiara neben mir stand. Schwer drangen ihre Worte durch meine Gedanken. Noch nicht wieder ganz in der Realität musterte ich sie, dann meinte ich:

"Ja, morgen und übermorgen noch, ich denke, dann sollte es reichen."

Wenn ich dich nicht noch mehr Mist verzapfen lasse...

Noch immer hatte ich ein schlechtes Gewissen wegen der Sache mit Jacky. Aber im Moment hatte ich ja beschlossen, nicht mehr mit ihm zu reden, auch wenn meine Wut schon längst verraucht war. Aber jetzt mit ihm zu reden würde auch keinen Sinn machen. Vielleicht konnte ich das Ganze heute Abend klären. Denn einfach so ein Pferd bei mir in den Stall zu stellen... Das war eben doch eine andere Nummer. Aber trotzdem... ich fühlte mich jetzt schon mies, wenn ich in dem Wissen war, mit Clyde Streit zu haben.

Erst jetzt merkte ich, dass ich noch immer Chiara anschaute. Ich rang mir ein, wahrscheinlich ziemlich schwaches Lächeln, ab und verabschiedete sie. Naja, nun hielt sie mich für komplett bescheuert. Auch egal. Vorsichtig öffnete ich die Türe zu Numas Box, trat ein und schloss sie wieder. Dann setzte ich mich hin, ohne eine Annäherung an das Fohlen zu machen, oder Numa. Noch wusste ich nicht richtig, wie die Stute tickte und so provozierte ich sie zumindest nicht wesentlich.

[ist in Gedanken | bemerkt Chiara | antwortet | denkt | verabschiedet sie | geht zu Numa und Nour]


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Chiara

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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Sa Jan 19, 2013 2:28 pm

Bei Tessas Worten hellte sich meine Miene ein wenig auf. Ok, sie hatte nicht gesagt, dass ich gar nicht mehr kommen musste, aber immerhin nur noch zwei Tage lang. Das war besser als ich erwartet hatte. Diese zwei Tage würde ich schon noch irgendwie überstehen.
Ich wartete, dass Tessa noch irgendetwas sagte, zum Beispiel, dass ich gehen konnte, aber sie sah mich nur an. Ein verwirrter Ausdruck legte sich auf mein Gesicht. War noch irgendetwas, das ich nicht wusste? Oder überlegte sie nur, was sie sagen sollte? Aber was gab es an „Tschüss“ oder „bis morgen“ oder etwas ähnlichem schon zu überlegen?
Ich hatte schon beschlossen, einfach zu gehen, als sie wohl nun doch bemerkt hatte, dass sie mich immer noch ansah und sich verabschiedete. Na dann. Hätte auch schneller gehen können, aber ok. Ich wollte nicht meckern. Schließlich war ich für heute mit meiner Arbeit fertig und ein Blick auf die Uhr meines Handys verriet mir, dass es noch gar nicht so spät war. Vielleicht konnte ich noch einen kleinen Abstecher in die Stadt machen. Schließlich konnte ich mal wieder etwas zum Anziehen gebrauchen.
Aber zuerst musste ich noch etwas anderes erledigen. Ich hatte mir vorgenommen, Clyde heute zu sagen, dass ich seine Tochter war. Aber mein Mut war immer weiter gesunken. Ok. So etwas machte man ja auch nicht immer und außerdem hatte ich auch keine Ahnung wie er reagieren würde, oder ob er mir überhaupt glauben würde. Aber trotzdem würde ich es ihm sagen.

Nur leider, fiel es mir jetzt gar nicht mehr so einfach. Gestern noch hatte mir die ganze Situation nicht wirklich etwas ausgemacht, aber irgendwie wurde mir jetzt erst richtig bewusst, dass ich tatsächlich meinen Vater gefunden hatte. Es war irgendwie ein komisches Gefühl, schließlich war ich bisher ohne Vater aufgewachsen.

Reiß dich gefälligst zusammen! Du bist kein kleines Kind mehr!

Ermahnte ich mich selber. Ich atmete noch einmal tief durch und ging dann zu der Box, in der Clyde immer noch stand. Dabei achtete ich darauf mich soweit wie möglich von dem gestörten Pferd fern zu halten. Schließlich wollte ich das ganze lebend hinter mich bringen und trauen konnte man diesem Vieh, so viel ich mitbekommen hatte, nicht wirklich. Vor der Boxentür blieb ich stehen.

„Mhm… äh...Clyde... hast du kurz Zeit?“

(bei Tessa / denkt nach / geht zu Clyde / fragt)


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Clyde

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BeitragThema: Re: Hawk Farm   So Jan 20, 2013 4:29 am

Schweigend ließ ich Tessas Standpauke über mich ergehen. Sie hatte ja recht… Ich hätte es ihr erzählen sollen. Hätte… Aber leider war es dafür jetzt zu spät.
Als Tessa schließlich weg ging, blieb ich wo ich war und sah zu Spit. Der Hengst hatte sich mittlerweile beruhigt. Meine gute Stimmung die ich eben noch gehabt hatte, war weg. Seufzend setzte ich mich auf den Boden und lehnte mich an die Boxenwand. Warum schaffte ich es gerade immer wieder, dass alles schief lief? Es war ja nicht so, dass ich das ganze provozierte. Es passierte einfach. Ok. So leicht konnte man sich da bei einem Pferdekauf natürlich nicht herausreden. Aber nachdem ich den Hengst gekauft hatte, hatte sich einfach keine Gelegenheit ergeben, es Tessa zu sagen. Und irgendwie hatte ich es auch vergessen, dass er heute schon kommen sollte.

Kurz wanderte mein Blick zu Jacky die ihren Kopf auf der Trennwand zwischen ihrer und Spits Box gelegt hatte. Dann schaute ich wieder auf meine Hände.
Ich wusste, dass ich mit Tessa über die ganze Situation reden sollte. Aber wie sollte man sich schon dafür entschuldigen, dass man einfach so ein Pferd gekauft hatte und es vergessen hatte zu erzählen? Und ich wusste auch, dass ich den Hengst nicht ohne Tessas Einverständnis hier hätte unterstellen dürfen. Aber auch das konnte ich nicht mehr ändern.

Immer noch war ich in Gedanken versunken, als ich auf einmal eine Stimme hörte. Ich hob meinen Kopf und sah Chiara an der Boxentür stehen.

Nicht die! Das ist jetzt wirklich der letzte Mensch, mit dem ich reden möchte!

Trotzdem erhob ich mich und meinte, wenn auch nicht gerade freundlich:

„Ja. Was gibt’s?“

Ich hoffte es war nichts Wichtiges. Denn ich hatte gerade wirklich keine Lust, eine lange Unterhaltung mit ihr zu führen.

(In Jacarandas Box / hört Tessa zu / setzt sich / denkt nach / spricht mit Chiara)


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Joe

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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Sa Jan 26, 2013 11:05 am

Grinsend hatte ich Zoheir beim Toben zugeschaut. Der kleine Koppelgang würde ihm wohl gut tun, nachdem er fast anderthalb Tage am stück in der Box gestanden hatte. Nachdem er sich beruhigt hatte, wandte ich mich ab und ging zurück in den Stall.
Wahrscheinlich würde ich nachher noch mit einer Stute arbeiten, die vor ein paar Monaten ihr Fohlen bekommen hatte. Nur ein wenig Schritt und trab in der Halle, wir hatten erst vor ein paar Wochen wieder angefangen, sie intensiver zu bewegen, was nicht gerade gut geendet war. Ihr Fohlen hatte sich aus dem Staub gemacht und in ihrer Panik hatte sie sich vertreten. Aber jetzt war sie beinahe wieder auf der Höhe. Clair. Dieses Pferd war einfach nur ein Traum und ich liebte es, mich mit ihr zu beschäftigen.

Im Stall kontrollierte ich noch Chiaras Boxen, aber da war alles in Ordnung. Ich erblickte sie vor Clydes Box. Der Arme. Ich ging schnell an den beiden vorbei und räumte Zoheirs Halfter auf. Ich wollte bevor ich Clair von der Koppel holte noch mit Tessa reden, ob das ok war, weil am ende hatte sie was anderes angedacht und ich wollte eigentlich keinen Ärger mit ihr. Nicht nur auf beruflicher Ebene. Wegen ihrer Beziehung zu Clyde waren wir auch ein wenig befreundet.

Schließlich fand ich sie in der Box der neuen Berber Stute. Als ich über die Wand schaute, erblickte ich das neugeborene Fohlen. Ein kleiner Fuchs, dessen Fell noch ein wenig feucht war. In der Box saß Tessa.

"Na, da scheint ja alles gut gegangen zu sein, oder?",

fragte ich lächelnd.

Aber das war eigentlich offensichtlich. deshalb ging ich gleich weiter.

"Aber eigentlich war ich wegen etwas anderem gekommen. Kann ich nachher noch Clair reiten kann?"

Dann blickte ich Tessa genauer an. Irgendetwas stimmte nicht.

"Sag mal, ist alles in Ordnung."

geht in den Stall ;; freut sich ;; sucht Tessa ;; fragt


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BeitragThema: Re: Hawk Farm   So Jan 27, 2013 8:24 am

Ich hörte Schritte die Stallgasse entlang kommen und hoffte fast, dass es Clyde war. Aber es war Joe. Ich versuchte ihn möglichst überzeugend anzulächeln, denn er hatte meine Enttäuschung sicher nicht verdient.

"Ja ist alles gut gegangen. War eine reibungslose Geburt. Und klar kannst du Clair noch bewegen, es wird ihr nicht schaden."

Die nächste Frage wischte mir aber dieses vermaledeite Lächeln vom Gesicht. Seufzend lehnte ich den Kopf an die Boxenwand.

"Nein, eigentlich nicht. Clyde und ich haben uns wieder gestritten. Hast du Spitfire gesehen? Den hat er einfach so hier untergestellt. Kannst du dir das vorstellen? Das geht doch nicht, oder?"

Trotz der unüberhörbaren Aggression in meiner Stimme, hielt ich sie gesenkt um Numa und das Fohlen nicht zu erschrecken und ein zweifelnder Ausdruck trat in mein Gesicht. Machte das Mit Clyde überhaupt noch Sinn? In letzter Zeit hatte ich das Gefühl, dass wir uns nur noch stritten. Oder war ich daran schuld? Joe war es deutlich anzusehen, wie unangenehm ihm die Situation war.

"Na los. Hol Clair und Orlenok und beschäftige die beiden ein wenig. Aber pass auf, dass der Kleine nicht wieder ausbüchst."

[bemerkt Joe | ist enttäuscht | redet | denkt | redet]


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BeitragThema: Re: Hawk Farm   So Jan 27, 2013 9:25 am

Ich schnaubte erschrocken, als ich Tessas aufgeregte Stimme hörte und blickte verwirrt zu ihr und Clyde. Sie war ganz offensichtlich sauer auch wenn ich nicht wusste warum. Und ganz nebenbei sah sie auch noch ein wenig kränklich aus. Nachdem sie gegangen war, war Clyde wieder ziemlich niedergeschlagen, wie immer wenn Tessa so sprach. Ich schnaubte leise und stubbste ihn an der Schulter an, blies ihm dann sanft ins Gesicht. ich hasste es, wenn er so drauf war. Kurz kraulte er mich, doch dann stieg mir ein bekannter Geruch in die Nüstern und ich schaute arlamiert auf.

Die Blonde war wieder da. Sie war schon den ganzen Tag im Stall, aber noch nie war sie meiner Box so nah gekommen. Unruhig begann ich wieder hin und her zu treten, da flammte wieder der Schmerz in meinem Rücken auf. Ich legte die Ohren an, als mich wieder die Schmerzen von gestern Abend einholten. So schnell wie möglich wich ich zurück und stieß gegen die Boxenwand, was mich wieder in die Realität zurückholte, meine Unruhe aber nicht linderte. Erst als Clyde aufstand und mit ihr redete, beruhigte ich mich ein wenig. Langsam trat ich hinter ihn und beobachtete ihn und die Blonde wachsam.

[bemerkt Tessas Wut | will Clyde trösten | bemerkt Chiara | wird unruhig | beruhigt sich | beobachtet]





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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Mo Jan 28, 2013 8:44 am

Ich sah ihm an, dass er nicht wirklich gut drauf war und auch seine Worte waren nicht wirklich freundlich, aber darauf konnte ich jetzt keine Rücksicht nehmen. Und da ich sowieso der Meinung war, dass er über die Nachricht, plötzlich eine Tochter zu haben, nicht besonders begeistert sein würde, würde sich seine Laune nicht noch verschlechtern. Hoffte ich zumindest. Obwohl. Eigentlich war es mir egal. Ich wollte es einfach hinter mich bringen.

Trotzdem blieb noch die Frage, wie ich es ihm am Besten sagen sollte. Ich konnte ja nicht einfach sagen: "Überraschung! Ich bin deine Tochter!"
Und dieses mal konnte ich meine Gefühle nicht einfach verstecken. Denn die ganze Situation machte mir wirklich zu schaffen. Aber egal. Ich wollte das Ganze einfach erledigt haben.
Und da ich ihm die Nachricht nicht so ohne weiteres vor die Füße werfen wollte, zog ich ein Bild aus meiner Hosentasche hervor.
Ich hatte das Bild von meiner Mutter seit ich weggezogen war, eigentlich immer bei mir. Es war kein aktuelles Bild von ihr, aber sie hatte sich auch nicht wirklich verändert. Und vielleicht war es gar nicht schlecht, dass das Bild ein wenig älter war. Die Chance, dass Clyde sie darauf erkenne würde, war somit auch größer.

Ich ließ meinen Blick eine Weile auf dem Foto verweile, dann schaute ich auf und hielt Clyde das Bild hin.

"Erinnerst du dich an sie?"

Ich hoffte einfach mal, dass er noch wusste, wer sie war. Und so lange war das Ganze auch wieder nicht her. Ok, 21 Jahre waren nicht gerade wenig, aber immerhin waren die beiden mal zusammen gewesen, da konnte man ja erwarten, dass er sie erkannte. Auch wenn ich mir da bei ihm nicht ganz sicher war.

(denkt nach / holt Foto aus Hosentasche / denkt nach / redet mit Clyde und gibt ihm das Foto)




Zuletzt von Chiara am Do Jan 31, 2013 8:03 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Do Jan 31, 2013 8:01 am

Ungeduldig wartete ich darauf, zu erfahren, was Chiara von mir wollte. Ich konnte mir im Moment wirklich schöneres vorstellen, als mich mit ihr zu unterhalten. Deswegen hoffte ich, sie würde bald mit ihrem Anliegen herausrücken. Aber stattdessen zog sie ein Bild aus ihrer Tasche und schaute es sich eine ganze Weile an. Hinter mir stand Jacky. Sie hatte sich ein wenig seltsam benommen, als Chiara gekommen war. Eigentlich war sie nicht so schreckhaft. Ok. Es konnte an dem Geruch liegen, denn man konnte nicht behaupten, dass Chiara sparsam mit dem Parfum umging. Trotzdem war ich ein klein wenig verwundert, über ihre Reaktion. Beruhigend strich ich ihr über den Hals. Ich konnte ihre Anspannung spüren, und diese schien sich auch durch die Streicheleinheiten, nicht zu lösen.
Vielleicht merkte sie auch, dass ich über Chiaras auftauchen nicht gerade begeistert war. Damit machte ich die sowieso schon angespannte Situation nicht wirklich besser.
Wein weiterer Grund warum ich hoffte, die Unterhaltung wäre bald vorbei. Aber dazu musste sie zuerst einmal sagen. Warum sie reden wollte.
Ich wollte sie schon danach fragen, als sie mir das Foto gab. Ich ließ meine eine Hand auf Jackys Hals ruhen, die sich, als Chiara mir das Bild reichte, noch ein wenig mehr anspannte, und nahm mit freien das Bild entgegen.

Auf dem Bild war eine junge Frau abgebildet. Vielleicht 5 Jahre älter als Chiara selbst. Sie hatte wie Chiara, lange blonde Haare, die sie zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden hatte. Ich vermutete, dass es sich um Chiaras Mutter handeln musste, denn auch ihre Gesichter hatten Ähnlichkeit. Aber warum sollte ich mich an sie erinnern?
Nachdenklich sah ich das Foto an. Ganz langsam erinnerte ich mich wieder. Ich hatte sie kurz nachdem ich nach Kanada gezogen war kennengelernt. Wir waren eine kleine Weile zusammen, aber es hatte nicht lange gehalten. Ich war damals erst 17 und nicht wirklich auf der Suche nach der großen Liebe gewesen.
Trotzdem war ich ein wenig verwirrt, warum Chiara mich fragte ob ich mich erinnern konnte. Warum kam sie auch gerade auf mich? Ihre Mutter… ich glaube sie hieß Hailey… hatte bestimmt noch andere Freunde gehabt. Warum zeigte sie ausgerechnet mir dieses Bild?

Ich löste meinen Blick von dem Foto und schaute Chiara fragend an.

„Ja ich erinnere mich an Hailey. Wir waren eine Weile zusammen. Aber warum willst du das wissen?“

Ok, ich war nicht gerade freundlich zu ihr. Aber ich hatte auch überhaupt keine Lust, mich mit Chiara über ihre Mutter zu unterhalten. Ich hatte gerade weitaus größere Probleme um die ich mich kümmern musste. Ich hoffte, dass es das einzige war, über das sie mit mir reden wollte.
Denn ich musste die Sache mit Tessa unbedingt regeln. Der Streit machte mir wirklich zu schaffen. Und so konnte es nicht weiter gehen. Ich wusste, dass Tessa auch nicht wirklich glücklich über die ganze Situation war. Aber da ich den Fehler gegangen hatte, musste ich es auch wieder gerade biegen. Und das war nun wichtiger als über Hailey zu reden.

(In Jacky Box / versucht sie zu beruhigen / schaute Foto an / denkt nach / redet mit Chiara / denkt nach)


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BeitragThema: Re: Hawk Farm   Sa Feb 02, 2013 5:43 am

Je mehr Tessa redete, desto mehr wünschte ich mir, ich hätte diese Frage nicht gestellt. Erst recht, als sie mich anblickte, mit einer ganz doofen Mischung aus Ärger, Zweifel und Trauer anschaute. Verdammt, ich war mal so gar nicht gut darin, andere zu trösten. Glücklicherweise sah man mir das an, denn Tessa schickte mich gleich wieder los, um die Pferde zu holen. Aber so ganz ohne ein Wort konnte ich dann doch nciht verschwinden. Deswegen meinte ich noch, dass sie es bestimmt schaffen würden, das wieder grade zu biegen. Mist, das klang sogar in meinen Ohren richtig schwach. Vielleicht etwas zu schnell flüchtete ich in die Sattelkammer.

Dort holte ich die Halfter von Claire und Orlenok. Anfangs hatte ihm das halfter nicht wirklich gefallen, aber inzwischen ging es ganz gut. Wenigstens stand er still, wenn man ihm das Halfter überstreifte. Manchmal konnte man wirklich denken, dass das Fohlen hyperaktiv war. Ich ging zu den Koppeln rüber und halfterte Clair auf. Als ich sie zum Gatter führte, kam auch gleich das Fohlen. Denn bei allem Übermut wollte er nicht komplett alleine, ohne seine Mutter sein. Rasch halfterte ich auch ihn auf und führte die beiden dann zum Putzplatz rüber, wo ich für uns noch einen Schattenplatz fand. Seufzend blickte ich die Schimmelstute an. Das die Koppeln vom Regen des Vortags noch schlammig waren, hatte sie ausgenutzt. Ohne Rücksicht auf Verluste. Während ich sie kräftig zu striegeln begann, redete ich leise mit ihr. Das konnte einen ungemein beruhigen. Mit einem lauten Poltern machte das Fohlen auf sich aufmerksam, das gerade den Spaß daran fand, Claires Putzbox auszuräumen. Seufzend scheuchte ich ihn ein paar Schritte weg, räumte die Box wieder ein und stellte sie außerhalb seiner Reichweite. Ich wusste, warum wir ihn gleich ans Anbinden gewöhnt hatten. Nach einer gefühlten Ewigkeit war Claire dann endlich sauber und ich sattelte und trenste sie.

Dann führte ich die beiden in die Reithalle. Es waren noch zwei andere Reiter drinnen, aber die würden und nicht groß stören. Naja, nur Orlenok würde wie wahrscheinlich in absehbarer Zeit in den Wahnsinn treiben. Da er aber mittlerweile bekannt war als Unruhestifter, musste ich das nicht noch extra sagen. Zumal er dank seines Aussehens zumindest bei uns unverwechselbar war. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass das Tor fest verschlossen war, machte ich den Führstrick des Fohlens los und der kleine Hengst trabte sofort davon. ich blickte ihm kurz hinterher, dann wandte ich mich seiner Mutter zu, gurtete nach und saß auf. Zum Aufwärmen ließ ich sie erstma am langen Zügel schritt gehen, während wir beide Orlenok im Auge behielten. Ihm war nicht zu trauen.

bereut seine Frage ;; geht erleichtert ;; holt Claire & Orlenok ;; geht zur Halle


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