Die Geister tanzen durch die Wüste... Sie rufen nach dir. Wirst du dem Geflüster des Nebels folgen?
 

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 Stall & Koppel

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Tessa

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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Mo Mai 14, 2012 6:49 am

Ich hatte gerade Z’s Box fertig ausgemistet, als ich Schritte hinter mir hörte, was ja nichts Ungewöhnliches war. Trotzdem schaute ich auf. Das war die Reitschülerin. Komplett eingekleidet, mit einer Hose, die sicher nicht ganz billig war.

Und das schon für die erste Stunde? Na ja, jedem wies ihm beliebt...

Ich lächelte ihr zu und meinte:

„Nur minimal. Joe wird dir nachher zeigen, wie du dein Pferd fertig machst. Er sollte eigentlich gleich kommen. Warte doch auf dem Vorhof. Oder du kannst dich schon mal mit deinem Pferd bekannt machen.“

Ich deutete auf Bonaparte, der in der Nachbarbox von Z stand. Nicht alle empfanden den Hengst als schön, was ich ihnen auch nicht verübeln konnte, da ich selbst nicht der Fan der Ramsköpfe war. Aber er war so ein liebenswerter Kerl, da konnte man ihn nur lieb haben. Fand zumindest ich.

„Bonaparte. Aber wir nennen ihn alle nur Bonny. Und jetzt entschuldige mich bitte kurz, ich muss telefonieren.“

Z war wieder in seiner Box und die Schubkarre würde die fünf Minuten dort niemanden stören. Ich fischte mein Handy aus meiner Jackentasche, denn es war doch noch recht kühl und wählte Joes Nummer. Ich wandte mich ab, schließlich musste nicht jeder meine Telefonate mit hören. Der Anrufbeantworter sprang an.

„Ja, Hallo Joe. Ich hab hier eine neue Reitschülerin, die ich eigentlich nicht ewig warten lassen will. Kannst du ihr wenn du kommst bitte helfen, Bonny fertig zu machen? Die Reitstunde macht dann Clyde. Ich weis nicht, ob ich nachher noch da bin, muss die neue Stute noch bewegen. Schon mal Danke im Voraus.“

So, dann wäre das auch erledigt.

[redet mit Chiara | ruft Joe an]


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Chiara

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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Mo Mai 14, 2012 7:03 am

Lieber zu früh, als zu spät. War meine Meinung jedenfalls. Außerdem machte es einen besseren Eindruck, fand ich. Ok, dann wurde mir nachher also geholfen. Zum Glück. Ich hatte zwar keine Ahnung wer Joe war, aber das würde ich noch früh genug merken. Da ich keine Lust hatte wieder nach draußen zu gehen, beschloss ich mir das Pferd wenigstens mal anzusehen. Ich musste mich ja nicht gleich mit ihm anfreunden. Ich lief also zu der Box, auf die Tessa gezeigt hatte.

Das Pferd das darin stand, war ziemlich groß, aber nicht übermäßig, also gerade noch annehmbar, wie ich fand. Jedoch gefiel mir die Farbe dieses Pferdes. Sein Fell war seidig und seine Mähne fiel in leichten Wellen über seine Hals. Auch wenn ich kein allzu großer Pferdefan war, musste ich gestehen, dass mir die Farbe sehr gut gefiel. Nur der Kopf des Pferdes, war etwas anders als bei anderen Pferden. Ich hatte so etwas bis heute noch nicht gesehen, was daran lag, dass ich sowieso noch nicht wirklich viele Pferde gesehen hatte. Außer im Fernsehen.

Ich trat zaghaft ein paar Schritte näher an die Box heran. Das Pferd anzufassen traute ich mich jedoch nicht. Aber das musste ich auch noch früh genug. Man musste ja nicht alles überstürzten. Immer noch etwas unsicher, wartete ich darauf, dass dieser Joe kam, um mir mit dem Pferd zu helfen.

(geht zu Bonaparte/ wartet auf Joe)


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Mo Mai 14, 2012 7:21 am

Gelangweilt stand ich in meiner Box. Den Kopf hatte ich gen Boden gesenkt, meine Ohren hingen schlaff und locker zur Seite. Ich hatte meine Augen halb geschlossen, mein rechtes Hinterbein angewinkelt auf dem Boden stehen, mein Gewicht befand sich nun auf meinem linken Bein. Ja, ich döste. Gestern morgen war ich das letzte Mal bewegt worden. Für einen Hengst war ein ganzer Tag eine extrem lange Zeit. Ich spürte, wie sich in mir die gesamte Energie aufstaute, darauf wartete, freigelassen zu werden. Doch ich hatte mich sehr gut im Griff, war nicht sonderlich darauf erpicht, mich zu verhalten, wie die meisten Hengste es taten. Ungebändigt. Ungestüm. Wild. Nein, zu dieser Sorte Hengst gehörte ich nicht. Man könnte schon fast meinen, ich wäre über zwanzig Jahre alt, so ruhig, wie ich mich verhielt. Aber nein, so alte war ich noch nicht. Ich befand mich gerade in meinen besten Jahren, hatte einige Stuten gedeckt, die daraufhin erfolgreiche Gidranfohlen zur Welt gebracht hatten. Ja, ich war ein begehrter Zuchthengst.
Schritte und Stimmen zerschnitten die Stille wie eine Schere ein Blatt Papier. Ich spitzte die rotbraunen Ohren, hob den Kopf, sah interessiert über meine Boxentür. Da stand eine fremde, ein blondes Mädchen, das mit meiner Tessa sprach, die gutmütige braunhaarige. Meine Nüstern weitete sich, ich stieß ein erfreutes Grummeln aus, als ich meinen Namen in ihrem Gespräch aufschnappte. Kurz darauf entfernte sich das blonde Mädchen von Tessa, trat auf meine Box zu, blieb vor mir stehen und betrachtete mich. Meine Augen glänzten die Fremde an, die offenbar eine neue Reitschülerin war. Neugierig streckte ich ihr meine Nüstern entgegen, sog ihren Geruch auf. Aha. Irgendwas von dem müffelnden Zeugs, das Tessa mit "Chanel" bezeichnete. Kannte ich nicht, bedeutete mir nichts. Stattdessen beäugte ich die Fremde, stupste sie kurz auffordernd an. Sie sollte mich verdammt nochmal streicheln!

[denkt | Chiara | stupst sie an]
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Mo Mai 14, 2012 7:35 am

Ich fuhr auf den Vorhof und parkte neben einem Cabriolet. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das schicke Auto schon einmal gesehen zu haben, nur konnte ich beim besten willen nicht sagen wo... ich stieg aus und humpelte in Richtung Stall. Verdammt. Wer auch immer das Fenster eingeschlagen hatte...würde ich jemals rausfinden, war das war....ich würde ihm den Kopf abhacken. Ok, nicht direkt, aber so was in der Art. Die anderen warfen mir den ein der anderen fragenden Blick zu aber ich winkte nur ab. Ich hatte keine Lust, hundertmal allen zu erklären, was passiert war.

Ok, Bonaparte... Er war im hinteren Bereich des Stalles und einer der wenigen Hengste, die als Schulpferde eingesetzt werden. Eigentlich gebrauchen wir dazu eher Stuten. Und vor seiner Box stand... ich viel aus allen Wolken.... Die Zicke von gestern Abend! Ich schaute mich um, aber sie war die einzige, die als besagte Anfängerin in Frage kam. Also gut... ich formte ein wiederstrebendes Lächeln.

„Hallo, ich bin Joe. Du bist die Neue, oder?“

ich wartete gar nicht auf eine Antwort, sondern ging gleich in Bonnys Box und zeigte ihr, wie man ein Pferd richtig aufhalfterte. Ok, am ende machte es so wie so niemand mehr reitschulkonform. Dann führte ich den Hengst aus seiner Box und band ihn an.

„Schau genau hin, wie du den knoten machst, denn der ist leichter zu lösen. Und sollte sich das Pferd einmal erschrecken, musst du es sofort losmachen, weil es sich sonst schnell verletzen kann!“

Dann holte ich den Putzkasten, zeigte ihr, wie man ein Pferd putzte, dann kam das satteln und das trensen.

„Du machst das Ganze nach der Reitstunde, ok? Und nächste Woche wirst du das Pferd selbst fertig machen, ich wird nur eingreifen, wenn du etwas falsch machst. Und jetzt komm am besten gleich mit, die Reitstunde gibt’s in der Halle.“

Ich nahm Bonny die Zügel vom Hals und führte ihn und die Zicke in die Halle. Dort hielt ich an und wandte mich wieder an die Blondine.

„Clyde müsste eigentlich gleich kommen, er gibt dir heute die Reitstunde.“
Die Ausbinder fürs longieren hatte ich noch am Sattel befestigt, schließlich musste Bonny sich erst aufwärmen, aber die Longe hatte ich schon in den Trensenring eingeschnallt.

[geht in den Stall | sieht Chiara | zeigt, wie man ein Pferd fertig macht | bringt sie in die Halle]

>> Hawk Farm // Halle


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Di Mai 15, 2012 12:43 am

Ich betrachtete das Pferd immer noch, als diese mich auch einmal anstubbste. Kurz erschrak ich, da ich nicht damit gerechnete hatte, beruhigte mich aber sofort wieder. Vorsichtig streckte ich meine Hand aus, und strich dem Hengst über den Kopf. Dann hörte ich auf einmal eine Stimme hinter mir. Sofort drehte ich mich um, und schaute in das Gesicht von Pumuckel. Oder wie er sich vorstellte: Joe. Der würde mir also helfen? Na dann. Ich merkte, dass er versuchte freundlich zu sein, deswegen machte ich auch keine blöde Bemerkung. Als er in die Box lief, merkte ich, dass er ein wenig humpelte. Sofort erschien ein kleines Lächeln in meinem Gesicht.
Aber ich konzentrierte mich sofort wieder auf das was er mir erklärte. Ich versuchte mir so viel wie möglich zu merken, denn als dummes Blondchen wollte ich nicht da stehen, denn ich wusste was Leute für Vorurteile hatten.

Das mit dem Knoten jedoch, würde ich mir höchst wahrscheinlich nicht auf Anhieb merken können. Aber irgendwer würde mir da schon helfen können. Ich war ja nicht alleine hier. Das Putzen empfand ich insoweit als Problem, da ich mich dreckig machen musste, denn sonderlich sauber wirkten die Pferde nicht. Da musste ich mir noch irgendetwas einfallen lassen, denn so etwas ertrug ich auf die Dauer ganz bestimmt nicht.

Nachdem das Pferd schließlich auch einen Sattel und eine Trense hatte, folgte ich Joe in die Reithalle. Langsam aber sicher stieg die Nervosität in mir, da ich noch nie in meinem ganzen Leben auf einem Pferd saß.

(schaut Joe zu, wie er Bonaparte fertig macht)

geht zu: Reithalle


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Fr Mai 18, 2012 3:18 am

Es war nicht der Krach, der mich weckte. Es waren die Präsenzen. So viele Präsenzen. Jede einzelne Seele schien sich in meinen Geist zu brennen. Schnauben, scharren, Atmen. Langsam kamen die Geräusche zu den Präsenzen und die Realität begann wieder auf mich einzuwirken. Ich öffnete vorsichtig die Augen, blieb jedoch liegen um die Welt um mich herum auf mich wirken zu lassen. Ich lag wieder in dieser eingestreuten leeren Box, in der ich gestern abend eingeschlafen war. Ich hatte außergewöhnlicher Weise tief und traumlos geschlafen. Es war angenehm wieder einmal ohne Stimmen und herum wühlende Träume zu schlafen. Ich atmete tief ein und nahm die Gerüche des Stalls in mich auf. Die Pferde um mich herum waren längst wach. Die Stimmen von Menschen hallten für einige Augenblicke durch das Stallgebäude, dann verklangen sie, gefolgt von Hufgetrappel auf dem Gestein, mit dem die Stallgasse betoniert war.

Meine Lebensgeister lebten ganz langsam wieder auf. Ich öffnete die Schnauze und gähnte einmal ausgiebig. Dann stand ich auf und reckte meine Gliedmaßen. Ich hatte tatsächlich ausgeschlafen. Ein schönes und seltenes Gefühl. Mein Kopf begann sich auf den Normalbetrieb einzustellen. Und mein erster Gedanke war ein Tribut an den Hunger. Ich musste mir dringend etwas essbares besorgen. Ich trat zu dem freien Spalt zwischen Boxentür und Stallwand und streckte den Kopf in den Stallgang. Die Geräusche drangen nun noch deutlicher auf meine nach vorne gestellten Ohren ein.

Ein erfrischender Morgen, findest du nicht auch Chéltikor?

Natürlich. Terentror. Der lästige Begleiter versäumte es natürlich nicht, seinen Kommentar abzugeben.

"Sei bitte einmal leise, Terentror."

meinte ich leise, doch die Stimme erwiderte sofort etwas.

Ich habe den gesamten gestrigen Tag Stille Post für dich gespielt. Ich denke ich bin leise genug gewesen. Jetzt darf ich auch mal den Ton angeben.

Ich seufzte.

"Du zerstörst mir mit deinem Übermut noch den Stall. Verhalt dich ruhig, oder ich bringe dich dazu!"

Das kannst du nicht. Du bist machtlos gegen mich.

Doch plötzlich war er still. Mein Kopf war leer. Irritiert verzog ich das Gesicht und konzentrierte mich wieder auf die Stallgasse. Jetzt war sie leer. Das war meine Chance!

Daaaa!!!!

Ich sprang vor Schreck zurück in die Box. In wütendem und jetzt gar nicht mehr leisem Ton fuihr ich den Geist an:

"Was?!"

Da!

erwiderte dieser jetzt leiser. Ich konzentrierte mich auf die Präsenzen um mich herum, schloss kurz die Augen. Tatsächlich war da ein bekanntes Gefühl. Fast als gehöre es zu mir. Mit einem Ruck öffnete ich die Augen. Was um alles in der Welt war das? So etwas hatte ich seit Ewigkeiten nicht mehr gespürt. Ich sah wieder auf die Stallgasse, sprang auf den Beton und lief so gut es ging zur benachbarten Box. Das weiße Zeug hing tatsächlich noch an meinem Lauf. Ich hätte nicht gedacht, dass er die Nacht überlebte. Aber meiner Wunde ging es gut. Dank den Geistern war sie bereits über Nacht geheilt. Und eigentlich konnte ich mich daran machen, den weißen Stoff los zuwerden. Aber dieses bekannte Gefühl war für mich momentan viel interessanter. Ich sah zu der geschlossenen Boxentür auf. Es lag dahinter. Das spürte ich ganz genau. Ich konnte seinen Herzschlag spüren als sei es mein eigener. Es stand auch ein Pferd in dieser Box. Aber ich ließ die Last seines Geistes nicht auf mich einströmen. Ich konzentrierte mich nur auf diesen Herzschlag. Ein sanfter Herzschlag, viel zu sanft für ein Pferd und doch kraftvoll.

Ich bewegte lautlos meine Lefzen und rief den Nebel der Geister zu mir. Sie folgten mir dankbar, freudig, Ablenkung zu finden. Dicker weißer Nebel begann die Stallgasse zu füllen und floss auf mich zu, bis er mich gänzlich umhüllte. Er war nur für mich sichtbar, dieser Nebel. Aber seine Kraft konnte jedes Lebewesen im Stall spüren. Ich leitete den Nebel der Geister mit meinen Gedanken. Und bald darauf erklang das leise Quietschen der Boxentür, die beiseite gerollt wurde. Nur einen Spalt, gerade breit genug für mich. Ein triumphierendes Lächeln glitt über mein Gesicht. Es war immer wieder schön, die Kraft der Geister zu spüren.

Ich trat vor und warf einen Blick in die dunkle Boix. Es brauchte einen Augenblick, bis sich meine Augen an das Dunkel gewöhnten. Dann sah ich das Bündel in der Ecke, und der Herzschlag dieses kleinen Wesens warf mich fast um. Seine Intensität war faszinierend. Es musste gerade aufwachen. Denn der schlag verschnellerte sich zaghaft. Ich blieb wie angewurzelt in der Boxentür stehen.

(geht in Zanes und Zoheirs Box)
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Fr Mai 18, 2012 9:06 am

Ich hatte mich, nachdem der Fuchs in der Nachbarbox sich nicht mehr gemeldet hatte, wieder an Zoheirs warmen Körper gekuschelt und war bald darauf eingeschlafen. Schon lange hatte ich nicht mehr so tief und fest geschlafen. Ich weiß nicht, woran es lag, vielleicht wirkte Zo beruhigend auf mich? Keine Ahnung. Auf jeden Fall erwachte ich verhältnismäßi spät, ich hörte schon die Menschen auf der betonierten Stallgasse aufu nd ab gehen. Doch da war noch etwas...

So etwas wie...eine unsichtbare Präsenz, die den Stall erfüllte. Verwirrt schaute ich hinter Zo hervor, als ich die Boxentür quietschen hörte, verkroch mich aber sofort wieder. In der Erwartung, dass gleich ein Mensch in die Box gelaufen kam, blickte ich micht hektisch um, auf der Suche nach einem Fluchtweg. Es gab keinen. Vielleicht konnte ich durch die noch offene Boxentür entwischen? Auf leisen Pfoten schlich ich mich vor, gerade so weit, dass ich die Türe sehen konnte. Ein überraschtes Quieken entwischte meine Kehle. Dort stand ein Fuchs. Wahrscheinlich der, den ich gestern gerochen hatte. Ein Schwarzfuchs, um einiges gößer als ich. Meine Augen weiteten sich, es gab nicht viele Schwarzfüchse in der Gegend und meine Mutter hatte mir oft von ratibor erzählt. Angeblich konnte er mit den Geistern kommunizieren. für uns war er so etwas wie ein Heiliger gewesen. Doch war es wirklich Ratibor? das konnte ich nicht genau sagen. Und nie würde ich jemandem einfach so vertrauen. Angespannte zuckte die weiße Spitze meiner Rute hin ud her.

"Wer bist du?

fragte ich dann zögerlich und hasste mich dafür, dass meine Stimme so zitterte.

[wacht auf | entdeckt Ratibor | denkt | spricht ihn an]
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Fr Mai 18, 2012 10:21 am

Nachher würde ich mal bei Clyde und chiara vorbeischauen, aber zuerst würde ich einen Ausritt mit Z und Numa machen. Ich wollte die trächtige Stute nicht überbelasten, aber trotzdem brauchte sie Bewegung. also machte ich mich auf zu ZZ Top, der mir, wieder entgegenwiehrte. Ich lachte leise und rubbelte ihm zur Begrüßung über die Stirn.

"Na Süßer, hast du gut geschlafen?"

Der Wallach antwortete mit einem Schnauben. Ich begann, sein fell kräftig zu striegeln, bis sein schwarzes Fell glänzte. Dann verlas ich den Schweif und bürstete die Mähne aus. Jetzt fiel auch sein Langhaar locker und glänzend fiel. Ich machte ihn fertig zum Ausritt, dann führte ich ihn hinaus und band ihn nocheinmal kurz an, um Numa zu holen.

Ich ging zu der Stute und legte ihr das Hafter an. währenddessen sprach ich immer leise mit ihr, um sie zu beruhigen, in der fremden Umgebung. Aber meistens beruhigte Z die anderen Pferde, mit seinem ausgeglichenen Wesen und auch seiner Gutmütigkeit und Freundlichkeit.

Wieder auf dem Vorhof hielt ich Numa am langen Strick fest und saß dann auf. Ich ließ den beiden, die sich gerade Beschnupperten, eine Weile Zeit, u sich ein wenig aneinander zu gewöhnen, dann lies ich Z loslaufen. Wiedereinmal war ich unglaublich froh, dass ich nicht durch die halbe Stadt reiten musste.

In der Wüste lies ich Z am langen Zügel laufen. Er war heute nicht in der Stimmung, gleich los zu rennen, oder lag es vielleicht an der Stute neben ihm? Ich zuckte die Schultern und lies die beiden den Weg entlang laufen und genoss es einfach nur, mich entspannt durchs Gelände zulaufen.

[macht ZZ Top fertig | holt Numa | reitet in die Wüste]

>> Wüste // Sandebenen


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Jacaranda
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Di Mai 22, 2012 6:39 am

Unruhig trat ich von einem Huf auf den anderen. Mein Bein schmerzte noch immer, und mir kam es vor als tat es das mehr als gestern Abend. Mist. Ich liebte es, von Clyde geritten zu werden, doch mir war klar, dass dies mit einem Sehnenschaden oder sonst etwas nicht ging. Na ja, ich hoffte nur, dass es nichts ernsthaftes war und ich nicht zu so einem Mist wie Boxenruhe verordnet wurde. Das war schon einmal gewesen und es war echt nicht lustig gewesen. Ich bin schier verrückt geworden. Ein anderes mal konnte Clyde mich wenigstes noch ein wenig bewegen, mit Spaziergänge und so. Aber das war eben kein Vergleich dazu gewesen, gemeinsam mit ihm einen Parcours zu bewältigen.

Inzwischen hatte ich mein Müsli aufgefressen und Clyde kam immer noch nicht. Ich horchte auf die vertraute Schrittfolge meines Menschen, aber er kam nicht. Ich seufzte leise. Dann würde ich wohl wieder nur auf der Koppel rumgammeln. Aber was war mit meinem Bein? Bevor ich mir größere Gedanken machen konnte, spürte ich etwas seltsames, erdrückendes. Überrascht schnappte ich nach Luft und schaute mich um. Wurde ich jetzt verrückt, oder was? Aber nein, auch die anderen Pferde im Stall wurden unruhig. Irgendwo hörte ich jemanden etwas von geistern tuscheln. Ich schüttelte den Kopf. Nein, daran glaubte ich nicht.

Aber das Gefühl war auch bald wieder vergessen, denn einer der Stallburschen kam und öffnete meine Box. Mit neugierig aufgestellten Ohren ging ich auf die Frau zu und stubbste sie an. Kurz klopfte sie mir den Hals, dann legte sie mir mein Halfter an. Also sollte ich auf die Koppel kommen? Hm, auch gut. Ich lahmte etwas, aber anscheinend schien die Frau das nicht zu merken, denn sie hatte es eilig. Auf der Koppel war ich noch alleine, die anderen würden aber wohl bald kommen. Bis dahin lief ich zu dem Sandplatz. Zuerst knickte ich meine Vorderbeine ein, dann meine Hinterbeine und legte mich hin und wälzte mich genüsslich. Darauf freute ich mich jedes Mal, wenn ich aus der Box kam: auf ein ausgiebiges Sandbad. Wieder auf den Beinen streckte ich meine Hals und schüttelte mich. Kurz umhüllte mich eine Staubwolke, aber die Luft klarte schnell wieder auf. Jetzt war ich zwar ziemlich schmutzig, aber das war mir egal. Vielleicht wurde ich dann ja auch länger geputzt. Ein kurzes schnauben, dann begann ich zu grasen.

[wundert sich, wo Clyde ist | macht sich Sorgen über ihr Bein | merkt Ratibors Geister | kommt auf die Koppel]

>> Hawk Farm // Koppel


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Di Mai 22, 2012 6:44 am

Da stand tatsächlich eine junge Füchsin vor mir in der Box. Fast noch eine Welpin. Kurz wirbelte ein Hauch von Geisternebel um ihren Körper, verflog sich dann aber in der Luft. Ihre Augen waren ein helles nussbraun und ihr Fell war feuerrot. Ich legte den Kopf schief und betrachtete sie. Ich überlegte wann ich zuletzt einem Rotfuchs begegnet war. Das war eindeutig schon länger her.

Du redest mehr mit den Geistern als mit deinen Artgenossen, Chéltikor.

"Ich weiß, sonst würde ich ja auch nicht mit dir reden."

Ich realisierte gar nicht, dass ich laut mit Terentror in der Gegenwart der Füchsin gesprochen hatte. Dieses Zwiegespräch zwischen ihm und mir war einfach zu sehr zur Gewohnheit geworden. Ich sprang mit einem Satz in die Box. Jetzt konnte ich die junge Füchsin voll und ganz sehen. Sie hatte noch viel Welpenhaftigkeit an sich. Wirkte noch nicht erwachsen. Und das Zittern ihrer Stimme, als sie mich fragte wer ich sei, verstärkte diesen Eindruck noch. Ich richtete den Blick auf das Pferd. Ich musterte es kurz mit einem unergründlichen Blick. Ich war nicht wegen diesem Pferd hier, wollte es aber auch nicht ignorieren. Also nickte ich ihm nur höflich zu, ohne mich geistig auf ihn zu konzentrieren. Meine ganzen Gedanken lagen auf dieser Füchsin. Ihr Herzschlag beschleunigte sich immer noch.

Das bedarf unserer Obhut!

"Bedarf es nicht."

Ich ging ein paar Schritte um die Füchsin herum.

Warum bist du dann hier?

"Weil sie besonders ist."

Meine Stimme zeigte, dass ich eigentlich mehr mit der Füchsin beschäftigt war als mit Terentror. Ich dachte kurz über ihre Frage nach, die ich zu Anfang kaum regestriert hatte. Es war als habe ich nur das Zittern gehört. Ich wollte ihr nicht direkt ins Gesicht sagen wer ich war. Ich bin durch diese Offensichtlichkeit zu oft verletzt worden. Es ist nicht immer einfach, als Verrückter zu gelten.

"Es ist nicht wichtig, wer ich bin. Viel wichtiger ist, wer du bist. Wie kommst du hierher?"

Ich ließ den Blick in der Box umher schweifen, um den Stall zu versinnbildlichen.

Was wird aus unserem Frühstück?

Terentror wurde nervig.

"Später. das hier ist wichtiger."

Aber ich hab Hunger!

"Dann geh und hol es dir selber, Terentror!"

meine Stimme klang langsam vor Wut auf. Als ich zu der Füchsin blickte wurde mein Blick jedoch wieder weicher.

Du bist lustig.

Der Sarkasmus sprach deutliche Bände. Terentror war offensichtlich in seiner Esskultur gestört - durch diese Füchsin. Aber diesmal musste er sich mir fügen. Ich wollte zuerst wissen, wie diese Füchsin hierher kam. Vorher würde ich nicht gehen.

(geht in Zanës und Zoheirs Box / redet mit Terentror in Zanës Gegenwart)
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Mi Jun 06, 2012 9:02 am

Gelangweilt stand ich in meiner Box und wartete darauf, dass sich irgendjemand mit mir beschäftigte. Bis jetzt war ich ja nur einmal auf die Koppel gekommen, sonst hatte mich niemand geputzt, mich bewegt oder sich wenigstens in irgendeiner Weise mit mir beschäftigt. Früher war das alles anders gewesen. Um mich waren immer irgendwelche Menschen herum, die mich verpflegten, mich beschäftigten. Sie waren mit mir ausgeritten, hatten mich auf die Koppel gestellt. Ja, manche hatten sogar mit mir gespielt! Es war wie im Paradies gewesen.
Das, was erst vor kurzem geschehen war, blitzte in meine Gedanken und vertrieb die Schwärmerei. Menschen waren zerstörerisch, eingebildet. Sie kümmerten sich nur um sich selbst, nicht aber um das, was sie umgibt. Den meisten von ihnen waren wir Pferde auch vollkommen egal.
Doch diese Frau und die Menschen hier im Allgemeinen, schienen nicht zu dieser Sorte Mensch zu gehören. Denn die kurzhaarige Frau ging zu einer der Boxen und holte einen prachtvollen schwarzen Hengst heraus. Sie sattelte und trenste ihn, also würde sie ihn gleich reiten.

He, ich will auch raus! Hohl mich gefälligst auch aus der Box!

Gerade wollte ich ein protestierendes Wiehern ausstoßen, da kam die Frau auch schon an meine Box und öffnete sie. Brav hielt ich still, als sie mir das Halfter über den Kopf zog und mich hinaus führte. Aufgeregt grummelte ich. Ich durfte raus! Zusammen mit einem anderen Pferd! Freundlich stubste ich den großen Hengst neben mir an und machte einen kleinen Freudensprung.

Die Frau führte uns auf den Vorhof hinaus, dann saß sie auf und ritt vorwärts in die Wüste. Kurz beschnupperte ich den fremden Hengst, dann folgte ich dem Rappen brav hinaus auf die Sandebenen.

[erinnert sich | freut sich | ZZ TOP & TESSA]

----> Wüste // Sandebenen
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Sa Jun 09, 2012 10:40 pm

Ich kniff meine Augen zusammen und musterte den Graufuchs misstrauisch, wie er mit sich selber redete. Verwirrt lauschte ich den zusammenhanglosen Sätzen, die er von sich gab. Als würde er mit sich selbst reden. Dann viel mir ein, was Mama gesagt hatte: Das manche die Geister hören konnten, mit ihnen redeten. War das vielleicht so einer?

Inzwischen hatte ich die Außenwelt fast gänzlich ausgeschlossen, konzentrierte mich auf den Fuchs, der mich umkreiste. Denn ob er nun verrückt war, oder nicht, ob er mit sich selbst oder mit einem Geist redete - ich traute ihm nicht. Noch nicht. Doch inzwischen hatte ich mich beruhigt und man konnte nur noch an meinen hin und her zuckenden Ohren erkennen, wie aufgeregt ich war.

Schließlich schien er seine Worte doch noch an mich zu richten.

Es ist nicht wichtig, wer ich bin. Viel wichtiger ist, wer du bist.

Toll. Und wer bin ich? Eine kleine Füchsin, die eigentlich noch gar nicht wusste, wo sie hin sollte. Wirklich toll. Ich seufzte und wandte mich gedanklich der Frage zu, was ich hier mache. Lies mir Zeit. So hatte ich die Hoffnung, das ich etwas gefasster wirkte, als zuvor.

"Ich bin mit den Menschen zusammen hergekommen. Passt man auf, finde ich es bequemer, mit ihnen zu reisen."

Wie als Protest begann meine Seite zu schmerzen, doch ich lies mir kaum etwas anmerken, so hoffte ich jedenfalls.

„Außerdem dachte ich, dass es hier vielleicht etwas sicherere sein könnte vor Raubtieren und so weiter..“

Zumindest bisher hatte ich keine Schlangen oder Raubvögel und dergleichen entdeckt. Die einzigen Gefahren hier waren die Menschen und von einem Pferd zerquetscht zu werden ob nun absichtlich oder unabsichtlich.

Aber mir kam wieder der Gedanke in den Sinn, dass mein Gegenüber vielleicht mit den geistern geredet hatte und legte den Kopf schief, als ich zu ihm aufschaute.

„Aber ich halte es nicht für unwichtig, wer du bist. Zumindest ist es nicht für mich unwichtig. Mit wem hast du gerade geredet? Mit dir selbst? Oder … oder mit den Geistern?“

Bei meinen letzten Worten schlich sich unweigerlich Ehrfurcht und Respekt in meine Stimme und meinen Blick ein.

[wundert sich | redet mit Ratibor | denkt nach]
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Mi Jun 13, 2012 9:03 am

Terentror schmollte beleidogt und so blieb mir Zeit, meine Gedanken zu sortieren. Die Geidster hatten mich zu sehr eingenommen. Nun erst konnte ich mich auf die Füchsin als Person konzentrieren. Ich blieb stehen und sah sie für einen Augenblick an, als sähe ich sie zum ersten Mal, als wäre ich erst jetzt in die Box gekommen. Denn jetzt erst konnte ich sie voll wahrnehmen. Meine Gedanken wurden durch keinen nervigen Geist mehr abgelenkt. Ich nickte verstehend.

"Menschen können hilfreich sein, solange man auf sich aufpasst. Du scheinst mir etwas jung um bereits auf dich aufzupassen..."

Ich richtete meinen Blick auf einen ihrer Hinterläufe. Ein dunkles Tuch lag pochend darüber. Zumindest aus Geistersicht. So fühlt sich jede Wunde für mich an. Ein seidenes Tuch, das auf der Haut liegt. Ein Tuch, das durch den Nebel beiseite geschoben wird. Wenn man es zulässt und den Nebel zu beherrschen weiß.

Ich überging den Zusatz der Füchsin, der erklärte, weshalb sie hierher gekommen war. Es war ein logischer Gedankengang, dass es hier sicherer war. Allerdings nicht unbedingt in einer der Boxen. Bei einem Pferd mit überdimensionalen Hufen, im Vergleich zu einer jungen Füchsin.
Mein Entschluss war bereits gefallen, ich wollte ihr auf gewisse Art und Weise helfen. Diese Verletztung am Lauf behinderte sie. Wenn das geheilt war, würde sie alleine klar kommen. So wie sie es offensichtlich wollte. Aber das ging nicht hier. Hier war zu viel los. Es war zu gefährlich, zu unruhig. Ihre nächsten Worte unterbrachen mich jedoch in meinen Plänen, doie keinesfalls mit ihr abgesprochen waren.

Ich seufzte. Es half ja doch nichts. Früher oder später würde sie sowieso erfahren, wer ich bin. Also warum nicht gleich offen sein?

"Ich besitze viele Namen."

Einen augenblick schwieg ich und lauschte wieder der Füchsin. Meine Ohren schnellten nach vorne als sie die Geister erwähnte. Ich wollte schon fragen was sie von den Geistern wusste, beließ es aber dabei. Sie hatte wahrscheinlich das mitbekommen, was alle anderen über die Geister erzählten. Sowohl gutes als auch schlechtes. Ich zögerte kurz, dann meinte ich:

"Nein, es sind die Geister. Sie sind in meinem Kopf. Ich kann nichts dagegen tun."

Ich konnte nicht verhindern, dass etwas Bitterkeit aus meiner Stimme sprach. Erinnerungen wollten aufkommen, die ich sofort wieder niederdrückte indem ich wiederholte:

"Ich besitze viele Namen. Einer davon ist Ratibor."

Ich drehte mich von der Füchsin weg und sah auf die Stallgasse hinaus. Die Luft war rein.

"Folge mir. Ich werde dir helfen, so gut ich kann."

(redet mit Zane über Geister)

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Zoheir

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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Do Jun 14, 2012 4:28 am

Ich war schon einige Zeit wach und habe die Stallgasse beobachtet. Im eigentlichen Sinn gab es dort nicht wirklich viel zu sehen. Ein Hengst wurde gesattelt, diese Frau mit den goldenen Haar war wieder hier gewesen. Die Stute welche von dieser Frau verletzt worden war wurde auf die Koppel gebracht. Also alles in allem keine all zu großartigen Dinge eben. Mit einer ausnahme. Numa wurde scheinbar zu einem Ausritt gehohlt. Insgeheim beneidete ich sie dass sie nichtmehr in der Box stehen musste. Andererseits war ich erleichtert dass nicht ich gehohlt worden war. Der Grund dürfte schon bekannt sein.
Zane war noch am schlafen, ich wollte sie nicht wegen etwas unnötigem wecken da sie doch recht erschöpft gewirkt hatte gestern. Stattdessen beobachtete ich die kleine Füchsin immer mal wieder wie sie da so ruhig schlief.
Ich fragte mich ob wohl alle Füchse so jung auf sich selbst achten mussten oder ob sie vielleicht ihre Mutter verloren hatte. Aber ansprechen wollte ich sie nicht, auch nicht nachher. Vielleicht würde ich eine alte Wunde wieder aufreisen. Das Risiko war mir dann doch zu hoch.
Nach einigen Minuten konzentrierte ich mich wieder auf die Stallgasse und die Pferde um mich herum. Allerdings war da etwas. Es hatte einen ganz ähnlichen Gruch wie Zane, war also warscheinlich ein Fuchs. Wenig später konnte ich ihn auch sehen. Er hatte eher dunkles grau schwarzes Fell, war doch relativ groß in meinen Augen. Vielleicht auch nur weil ich die kleine Füchsin gewöhnt war. Was mich jedoch irritierte war die Tatsache das er mit sich selbst zu sprechen schien. Ich schüttelte meinen Kopf und wollte mich gerade wieder abwenden da kam dieser auf meine Box zu und öffnete diese! Ohne sie auch nur ansatzweiße zu berühren. Mehr als nur überrascht zuckten meine Ohren unschlüssig als dieser dann auch doch die Box betrat. Er hatte eine seltsame Ausstrahlung, es fühlte sich zumindest seltsam an. Da wachte auch Zane auf, sie war wie gebannt von ihrem großen Artgenossen, dieser scheinbar auch von ihr.
Nun neugierig geworden folgte ich anfangs noch ihrem Gespräch wollte dann aber doch nicht aufdringlich erscheinen und wandte mich wieder ab. Es ging mich schließlich nichts an was sie zu sprechen hatten. Auch wenn es um einiges interessanter war als den Stallburschen dabei zuzsehen wie sie die Pferde hohlten einige Sattelten und einige Boxen ausmisteten.

Erst als der dunkle Fuchs sagte "Folge mir" wurde ich wieder aufmerksam auf die beiden. Er wollte Zane mitnehmen? Etwas wehmütig sah ich zu der kleinen Füchsin hinab. Es würde wohl recht still werden so allein in der Box wo ich mich doch schon an ihre Anwesenheit gewöhnt hatte. Aber natürlich war mir bewusst dass ihr Aufenthalt hier nicht ewig andauern konnte. Langsam senkte ich meinen Kopf zu ihr um sie nicht zu erschrecken. Ich lächtelte die kleine Rotfüchsin sanft an.

"Pass auf dich auf."

Dann schlenderten meine Augen zu dem dunklen Fuchs. Ich mussterte ihn einen Augenblick. Er schien mir verantwortungsvoll. Er würde bestimmt gut auf die kleine Füchsin aufpassen. Also brauchte ich mir keine Sorgen zu machen. Schließlich lächelte ich auch diesen mit einem freundlichen Blick an.

"Ratibor war der Name oder? Ich hoffe du achtest gut auf sie."

Soweit ich mitbekommen hatte schien dieser Fuchs eine wichtige Persönlichkeit unter den Füchsen zu sein. Also konnte man ihm sicher vertrauen. Zumindest hoffte ich darauf.

[ beobachtet Stallgasse | Zane/Ratibor ]
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Sa Jun 16, 2012 2:06 pm

>> Wüste // Wasserstelle

Ich war kurz vor dem Hof abgestiegen und hatte Z und Numa den restlichen Weg geführt. Numa band ich draußen auf dem Hof an, mit etwas Abstand Z. Zwar hatten die Beiden nun etwas Zeit gehabt, sich aneinander zu gewöhnen, aber sicher war sicher. Zuerst trenste und sattelte ich Z ab, dann ging ich einmal mit dem Schweißmesser über sein schwarzes Fell. Numa bekam derweil etwas zu fressen, damit sie sich nicht zu sehr langweilte. Als Z einigermaßen trocken war, kratzte ich ihm die Hufe aus und bürstete ihn noch einmal über. Anschließend bekam er noch ein Leckerli und dann brachte ich ihn auf seine Koppel.

Wieder zurück bei Numa hatte diese inzwischen fertig gefressen, suchte nur noch die letzten Körner aus dem Eimer heraus. Ich kratzte nun auch ihr die Hufe aus, aber sie striegelte ich nun gründlich, schließlich hatte ich sie heute nur aus der Box geholt, ohne sie auch nur einmal überzubürsten. Da hatte sie jetzt eine ordentliche Fellpflege verdient. Als ihr Fell über dem inzwischen schon recht dicken Bauch glänzte, bekam auch sie ihr Leckerli und ich brachte sie auf ihre kleine Koppel von gestern. Nebenan stand Jacky, ebenfalls alleine. Gut, so konnten sie sich schon einmal aneinander gewöhnen, schließlich würden sie später einmal in einer Herde sein. Ich nahm Numa das Halfter ab, kraulte sie noch einmal kurz, dann verließ ich die Koppel. Schnell räumte ich noch meinen Kram auf, dann ging ich zur Reithalle, um mir mal die Reitstunde anzuschauen.

[versorgt ZZ Top und Numa | bringt beide auf ihre Koppeln | geht zur Reithalle]

>> Hawk Farm // Reithalle


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Sa Jun 16, 2012 8:18 pm

Zeitsprung

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Mittags

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Inzwischen ist es fast unerträglich schwül, die kohlrabenschwarzen Wolken verdecken die Sonne, die inzwischen ihren Zenit erreicht hat. Das Gewitter steht nun unmittelbar bevor und droht jeden Moment auszubrechen.


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Sa Jun 16, 2012 8:46 pm

>> Hawk Farm // Reithalle

Ich hatte Chiara gerade gezeigt, wie man sein Pferd nach dem Reiten versorgte, jetzt wollte ich Bonny gerade auf die Koppel bringen. Aber dann überlegte ich es mir anders: es sah aus, als würde in den nächsten Minuten ein Gewitter losbrechen. Da machte es wenig Sinn, Bonny rauszubringen. Seufzend drehte ich mich um und führte den Hengst zurück in den Stall.

“Tut mir Leid, Dicker, aber du musst dich noch etwas gedulden.“

Ich beeilte mich, ihn in die Box zu bringen, dann machte ich mich auf die Suche nach Tessa. Clyde war ja abgedampft, was ich ihm nicht verübeln konnte, da er wahrscheinlich eine ziemliche Standpauke bekommen hatte. Aber ich machte mir da jetzt keine großen Sorgen, denn hätte Tessa mir etwas sagen wollen, dann hätte sie dies wohl schon längst gemacht. Ich fand sie schließlich in der Stallgasse, wo sie sich gerade mit einem anderen Pferdebesitzer unterhielt.

“Ähm Tessa, ich störe ja nur ungern, aber da braut sich ein ganz schönes Gewitter zusammen. Es wäre vielleicht besser, die Pferde reinzuholen.“

[will Bonaparte raus bringen | sieht Gewitter | bringt Bonaparte wieder rein | berichtet Tessa]

>> Hawk Farm // Stall


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   So Jun 17, 2012 1:54 am

Es war schwül und es lag diese knisternde Elektrizität in der Luft, die immer kurz vor einem Gewitter in der Luft lag. Etwas nervös war ich, aber nicht so, dass ich bei der nächsten Bewegung in Panik ausbrechen würde. Draußen auf dem Hof sah ich die Menschen hin und her laufen, und schon die ersten Pferde reinbringen. Wahrscheinlich war ich auch bald dran um in den Stall zu kommen. Und tatsächlich kam bald eine junge Frau auf die Koppel. Kurz stutzte ich, aber dann merkte ich, warum sie mir so bekannt vorkam: Sie war die Frau, die sich gestern Abend mit Joe gestritten hatte. Nun wurde ich doch ziemlich nervös, ließ mich aber brav aufhalftern. In der Erwartung, endlich mein Fressen zu bekommen lief ich schon von selbst los Richtung Stall, denn wo sollte es sonst hin gehen? Etwas verdutzt hielt ich inne, als der Mensch mich neben den Zaun führte. Aber gut, nur wegen einem Zwischenfall würde ich nicht gleich das Vertrauen in die Menschen verlieren, deshalb folgte ich ihr brav und blieb stehen. Aber als ich dann plötzlich, unvorbereitet ihr Gewicht auf mir spürte, fing ich an, zu tänzeln. Meine Augen rollten wild. Was wollte sie da oben?! Die letzten Jahre hatte ich kaum einen anderen Menschen getragen als Clyde und ab und zu noch Joe. Also: Was wollte sie da oben?! Sie saß völlig falsch und schief, brachte mich, die Clydes nahezu perfekten Sitz gewohnt war, völlig aus dem Gleichgewicht. Beim nächsten Donnerschlag, stieg ich mit einem erschrockenen Wiehern, blieb aber angespannt stehen, tänzelte ein wenig umher. Keine Zehn Sekunden später fuhr ein Blitz nieder und ab da übernahmen meine Instinkte vollends die Oberhand: Ich galoppierte aus dem Stand an und wetzte in einem atemberaubenden Tempo über die Wiese, durch das offene Gatter. Mein Bein schien jeden Moment unter mir wegzubrechen vor Schmerzen, doch ich konnte und wollte nicht stehen bleiben.

[wartet, dass sie abgeholt wird | ist misstrauisch | erschrickt | geht mit Chiara durch]

>> Wüste // Sandebenen


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   So Jun 17, 2012 3:55 am

kommt von: Sattelkammer

Ich war ziemlich erleichtert, dass Tessa meine Entschuldigung annahm. Ich merkte, dass die Worte die sie nun an mich richtete nicht böse gemeint waren, sondern sie sollten eher als Erklärung dienen.
Erst als sie mich auf meine Klamotten ansprach merkte ich, wie nass ich eigentlich war. Auf dem Boden um mich herum hatte sich eine kleine Pfütze gebildet und ein paar einzelne, triefende Haarsträhnen hingen mir ins Gesicht. Ich wollte Tessa gerade antworte, als mir auf einmal jemand auf die Schulter tippte. Ich drehte mich um und schaute in Joes Gesicht, in dem ich die Verwirrung deutlich erkenne konnte. Aber bevor ich ihn frage konnte, was los war, fragte er mich ziemlich verunsichert wo Jacky war. Zuerst hielt ich es für einen Scherz, denn ich kannte Joe, und er machte gerne mal einen solchen Witz. Aber ich konnte in seinem Gesicht keine Anzeichen für einen Scherz erkennen. Ich sah ihn schockiert an.

“Heißt das etwa… das Jacky weg ist?“

Ohne aber auf eine Antwort zu warten stürmte ich aus der Sattelkammer. Von weitem konnte ich schon erkennen, dass Jacaranda nicht wie gewöhnlich in ihrer Box stand. Voller Panik rannte ich nach draußen.

Der Regen war noch stärker geworden, und ich hatte Mühe etwas zuerkenne. Ich hatte keine Ahnung wo ich nach meiner Stute suchen sollte. Sie konnte wirklich überall sein. Vielleicht hatte sie bei dem Gewitter Panik bekommen und war davon gerannt. Aber wo hin? Ich lief in den strömenden Regen hinaus und suchte die Umgebung mit den Augen ab.

Ich brauchte einen Moment bis ich sie erkannte. Sofort lief ich zu ihr hin. Sie sah wirklich schrecklich aus. Ihr Strick hatte sich um ihr Bein gewickelt, was sie dazu zwang den Kopf gesenkt zu halten. Außerdem hatte sie mühe sich auf ihren Beinen zu halten. So schnell ich konnte löste ich den Strick von ihrem Bein, sodass sie sich wieder aufrichten konnte. Dann führte ich sie vorsichtig in den Stall.

“Ist gut Kleine. Es wird alles wieder gut. Jetzt bist du in Sicherheit.“

Redete ich beruhigend auf sie ein, als ich merkte wie sehr sie zitterte. Außerdem konnte man die Panik in ihren Augen deutlich erkennen. Sie humpelte sehr stark und ich versuchte so langsam wie möglich zu gehen, damit sie sich nicht zu sehr anstrengen musste.

Als ich schließlich in ihrer Box ankam, löste ich vorsichtig den Strick und nahm ihr das triefnasse Halfter ab. Dann zog ich mein Handy aus der Hosentasche um den Tierarzt zu verständigen. Denn ich wusste, dass man mit Beinverletzungen nicht scherzen durfte. So etwas konnte auch ziemlich böse enden. Ich nannte dem Arzt am Telefon die Adresse der Farm und er versprach so schnell wie möglich hier zu sein. Während ich wartete ließ ich Jacky nicht aus den Augen. Ich strich ihr die ganze Zeit beruhigend über den nassen Hals. Ich selbst versuchte dabei so ruhig wie möglich zu bleiben, denn ich wollte sie nicht noch mehr in Panik versetzen. Es fiel mir zwar ziemlich schwer nicht durchzudrehen vor Sorge, aber Jacky zu liebe hielt ich durch. Die Stute war so schon verängstigt genug.

Nach einer gefühlten Ewigkeit traf der Tierarzt schließlich ein. Er schaute sich zuerst die Verletzung am Bein an. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um eine ziemlich starke Zerrung handelte. Er verband das Bein und meinte, dass Jacky jetzt erst einmal eine Weile in ihrer Box bleiben musste um das Bein zu schonen. Nach und nach durfte ich kleinere Strecken mit ihr Laufen, aber Training war für die nächsten Wochen komplett gestrichen. Der Arzt gab Jacaranda noch eine Spritze, damit die Schmerzen erträglicher wurden und verabschiedete sich dann. Er würde in den nächsten Tagen noch einmal vorbei kommen.

Ziemlich niedergeschlagen schaute ich zu Jacky, als der Arzt schließlich verschwunden war. Ich wusste wie schwer ihr es fallen würde, in den nächsten Tagen oder auch Wochen nur in der Box herum zu stehen. Sie brauchte einfach ihre Bewegung. Aber ich wusste, dass sie sich schonen musste. Da half jetzt erst einmal nichts anderes.

Schnell verließ ich die Box, wenn auch nicht gerade gerne, um ein Handtuch zu holen. Damit rieb ich Jackys Fell trocken, damit sie sich nicht erkältete. Nachdem das Fell trocken war ließ ich mich in Jackys Box auf den Boden sinken und schaute meine Stute mittfühlend an. Ich konnte erkennen, dass sie trotz der Spritze immer noch Schmerzen hatte, aber so sehr ich es auch wollte, ich konnte im Moment nichts weiter für sie tun, außer bei ihr zu sein.

(in der Sattelkammer/ erfährt von Joe, dass Jacky verschwunden ist/ findet sie schließlich auf dem Vorhof/ ruft den Tierarzt/ ist niedergeschlagen)


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   So Jun 17, 2012 7:28 am

>> Hawk Farm // Vorhof

Mit geweiteten Nüstern stand ich auf dem Vorhof, dass Wasser strömte über meine angespannten Muskeln. Dann hörte ich Schritt und zuckte aufmerksam mit den Ohren. Durch das Rauschen des Regens hindurch konnte ich kaum etwas hören, doch dann spürte ich plötzlich eine Berührung und zuckte unwillkürlich zusammen. Dann schließlich spürte ich, wie der Druck um mein Bein sich löste und ich riss den Kopf hoch. Erschrocken fixierte ich denjenigen, der da stand. Mein Verstand sagte mir, dass ich keine Angst haben musste, weil es ein Mensch war. doch meine Instinkte sagten mir ich sollte rennen, rennen, rennen. Doch ich beherrschte mich, als ich Clyde sah und blieb angespannt stehen, mein schmerzendes Bein dabei immer entlastend. Ich folgte ihm langsam in den Stall und beruhigte mich augenblicklich, als ich in den Stall kam. In meiner Box schließlich war ich komplett ruhig, trotz der Schmerzen. Bald kam auch der Tierarzt. Ihn kannte ich schon, deshalb blieb ich verhältnismäßig ruhig. Ich ließ Alles über mich ergehen, auch die Spritze. Als er endlich aus der Box verschwunden war, ging Clyde auch. Verunsichert schaute ich ihm hinterher, dann kam er wieder, um mich abzutrocknen. Gut, ich hatte schon angefangen zu frieren. Dann ließ ich mich in das weiche Stroh sinken und schloss die Augen. bald darauf war ein eingeschlafen, der Ausflug war anstrengend gewesen.

[beruhigt sich im Stall | lässt die Untersuchung über sich ergehen | schläft ein]


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Fr Jun 22, 2012 6:18 am

>> Hawk Farm // Sattelkammer

Ich folgte Clyde, der verständlicherweise ziemlich panisch reagierte. Irgendwann sah ich zwei Gestalten, die sich durch den Regen den Weg über den Vorhof bahnten. Bald er kannte ich Clyde, der Jacky hereinbrachte, die gar nicht gut aussah. Besorgt beobachtete ich, wie der Tierarzt die Stute überprüfte. Boxenruhe. Na, da würden die Beiden wohl ihre helle Freude haben, denn Jacky war ein ziemlich lauffreudiges Pferd, so wie ich sie kannte. Nachdem der Tierarzt wg war, ließ ich Clyde noch etwas allein mit Jacky, um in der Sattelkammer noch aufzuräumen, was allerdings nicht wirklich lange dauerte. Dann ging ich zurück in die Stallgasse und schaute über die Boxentür. Die Stute schlief, Clyde saß noch immer in ihrer Box. Ich hatte schon Mitleid mit ihm, denn ich wusste, wie schlimm es war, wenn das Pferd litt, man ihm aber nicht helfen konnte. Doch trotzdem brachte es Jacky nicht weiter, wenn Clyde die ganze Zeit in ihrer Box saß.

Leise öffnete ich die Tür und trat in die Box. Ich legte die Hand auf Clydes Schulter und meinte sanft:

"Komm rein. Wenn du hier die ganze Zeit in nassen Klamotten sitzt, holst du dir noch den Tod und krank bringst du Jacky noch weniger."


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Mo Jun 25, 2012 12:42 am

Ich schaute immer noch zu Jacky, die sich mittlerweile hingelegt hatte und eingeschlafen war. Wenigstens konnte sie schlafen. Denn so wie sie aussah, hatte sie eine Menge mitgemacht. Ich konnte mir aber nicht vorstellen, wie genau Jacky von der Koppel gekommen sein sollte um dann abzuhauen. Ich wusste, dass meine Stute so etwas normalerweise nicht tat. Da musste schon etwas schwerwiegenderes vorgefallen sein. Denn noch nichteinmla ein Donnerschlag konnte sie so aus der Ruhe bringen.
Ich vermutete, dass es passiert war, als sie in die Box gebracht werden sollte, da sie ja ein Halfter und einen Strick dran gehabt hatte. Aber das erklärte immer noch nicht, wieso siedavongerannt war. Und außerdem: Wer ließ bitte ein Pferd einfach los, wenn er es von der Koppel holte?

Als Tessa in die Box kam, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich hatte gar nicht mehr daran gedacht, dass meine Klamotten so nass waren und auch jetzt erst merkte ich, dass ich fror. Auch wenn es mir sehr schwer viel Jacky alleine zu lassen, hatte Tessa recht. Wenn ich krank war, konnte ich noch weniger für sie tun. Seufzend erhob ich mich. Dann strich ich Jacky nocheinmal über den Hals.

"Ich komm später wieder."

Dann machte ich mich langsam auf den Weg zu Tessas Haus, wo noch ein paar meiner Klamotten waren. Draußen hatte es zum Glück aufgehört zu regnen, aber da ich sowieso nass war, wäre es auch egal gewesen, wenn das Gewitter noch nicht vorbei wäre.

(denk nach/ läuft ins Haus)

geht zu: Tessas Haus


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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Mi Jul 11, 2012 8:11 am

Kurz schaute ich Ratibor hinterher, als der verschwand. Vielleicht sollte ich ihm hinterher gehen? Oder bei Zo bleiben? Inzwischen hatte ich das Pferd ins Herz geschlossen, aber andererseits lebte ich auch in seiner Box gefährlich... Unschlüssig stand ich da, fühlte mich hin und her gerissen, zwischen den beiden Möglichkeiten. Ein neues Gefühl für mich: Entweder hatte es immer nur die beiden Optionen "leben" oder "sterben" gegeben. Nie etwas anderes. Und da die Entscheidung zu fällen, war nicht sonderlich schwer, wie sich wohl jeder vorstellen kann. Mit leichtfüßigen Schritten ging ich zu Zoheir. Vor seinem noch immer gesenkten Kopf blieb ich stehen und schaute in seine Augen. Entschuldigend schaute ich ihn an.

"Tut mir Leid, Zo, aber das ist nicht die Welt, in die ich gehöre. Ich werde mit Ratibor gehen."

Dann stütze ich mich mit meinen Vorderpfoten an seiner breiten Stirn ab und flüsterte leise:

"Aber ich komm dich ganz oft besuchen, dass versprech ich dir!"

Ich leckte ihm noch einmal über das Ohr, dann ließ ich mich wieder auf alle vier Pfoten sinken und wandte mich um, zu der Boxentür, die noch einen schmalen Spalt breit offen stand. Kurz bevor ich hinausschlüpfte, blieb ich nocheinmal stehen und wandte mich um.

"Und wehe, du vergisst mich!"

Ich lächelte Zo leicht an und hoffte einfach, dass er nicht wütend auf mich war und ich ihn noch besuchen konnte. Vielleicht wenn er auf einer der großen Wiesen war, oder so. Dann wandte ich mich ab und huschte hinaus. Schnell rannte ich über den regennassen Vorhof, immer Ratibors Spur in Richtung Stadt folgend.

[überlegt | entschließt sich Ratibor zu folgen | verabschiedet sich von Zoheir]

>> Stadt // Gassen
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Fr Jul 13, 2012 10:50 pm

Was um mich herum geschah war mir im Moment so ziemlich vollkommen egal. Und das war bei mir wirklich selten. Aber jetzt zählte eben nur noch die kleine Zane, die mir heute um am vergangenen Tag doch schon so ans Herz gewachsen war. Sie verwabschiedete sich nun, und ich bezweifelte sie noch einmal wieder zu sehen. Mit einem wehmütigen Blick sah ich der kleinen Füchsin in die Augen, wünschte ihr in Gedanken ein angstfreies Leben, vorallem aber ein glückliches. Ratibor würde sicher gut auf sie achtgeben.
Und dann huschte sie schon aus dem Spalt den die offene Boxentür bildete davon. Ich ging zu der Tür und blickte darüber, in die Richtung Zanes. Noch lange nachdem sie bereits nichtmehr zu sehen war.

"Wehe du vergisst mich meine kleine Freundin."

Ich seufzte schließlich und wandte meinen Blick von dem Stalltor ab. Stattdessen sah ich hinüber zu Numa. Ich fragte mich wie lange es wohl noch dauern würde bis ihr Fohlen kam. Die Chancen standen, so wie es jetzt aussah sehr gut dass ich es kennenlernen durfte. Es würde das erste Fohlen sein welches auch ich zu gesicht bekam.

[ traurig das Zane geht | denkt über Numa und das Fohlen nach ]
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BeitragThema: Re: Stall & Koppel   Sa Jul 14, 2012 11:43 pm

>> Hawk Farm // Sattelkammer

Ich hatte dem ganzen stillschweigend zugesehen. Denn so ein Chaos wie hier im Moment war, da würde ich wahrscheinlich für nur noch mer Verwirrung sorgen. Als sich alles wieder ein wenig beruhigt hatte, ging ich nochmal kurz zu Jackys Box. Die Stute schlief, was sie sich auch wirklich verdient hatte. Ungläubig schüttelte ich den Kopf und ging davon. Eigentlich war sie immer eine recht ausgeglichene Stute. Was sie wohl dazu getrieben hatte, einfach wegzulaufen? Tja, wahrscheinlich würden wir das auch nicht mehr herausfinden, dazu war es nun wohl zu spät.

Kurz schaute ich mich um. Der Regen hatte aufgehört, aber trotzdem blieben die ersten Feierabendreiter noch aus. Ein kurzer Blick auf den Hallenbelegungsplan verriet mir, das die Halle noch frei war. Vielleicht sollte ich noch etwas mit dem neuen Berber arbeiten? So weit ich wusste, war der bis jetzt noch nicht beschäftigt worden und wegen des Unwetters war er ja auch nicht auf die Koppel gekommen. Er musste kurz vor dem Durchdrehen sein, in der Box. Also nahm ich mir sein Halfter und ging zu der Box des Falben. Zoheir hieß er glaub ich, wenn ich mich noch richtig erinnere.

"Hallo mein Hübscher."

begrüßte ich ihn mit ruhiger Stimme. Er war immer etwas aufgeregt gewesen und nervös, als hätte er kein richtiges Vertrauen. Demnach achtete ich darauf, das meine Bewegungen bedacht und langsam, um ihn nicht noch mehr zu verunsichern. Dann band ich ihn außen an der Box an, dabei redete ich immer beruhigend auf ihn ein. Mit langsamen, aber kräftigen Bürstenstrichen begann ich den Hengst zu striegeln, und hoffte, das er sich dabei etwas entspannen würde.

[geht zu Zoheir | beginnt ihn zu putzen]

>> Hawk Farm // Halle


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Zuletzt von Joe am So Jul 15, 2012 4:07 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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